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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Januar 2018

Wechsel auf Bürgermeisterbank: Zukunft Karlsruhes gemeinsam gestalten

AUF VERTRAUENSVOLLE  ZUSAMMENARBEIT zum Wohle Karlsruhes setzen OB Dr. Frank Mentrup, EB Gabriele Luczak-Schwarz und Dr. Albert Käuflein als neuer Bürgermeister im Dezernat 2. Foto: Fränkle

AUF VERTRAUENSVOLLE ZUSAMMENARBEIT zum Wohle Karlsruhes setzen OB Dr. Frank Mentrup, EB Gabriele Luczak-Schwarz und Dr. Albert Käuflein als neuer Bürgermeister im Dezernat 2. Foto: Fränkle

 

Luczak-Schwarz und Käuflein in Ämter eingeführt

Seit Dienstagvormittag ist es offiziell: Karlsruhes Finanz- und Wirtschaftsdezernentin Gabriele Luczak-Schwarz ist nun auch Erste Bürgermeisterin, und Dr. Albert Käuflein verantwortet als neuer Bürgermeister Kultur, Öffentliche Sicherheit und Personal. Beide Positionen hatte bislang Wolfram Jäger inne, der sich zum Jahresende in den Ruhestand verabschiedete.

Bei der feierlichen Amtseinführung im Rathaus setzte OB Mentrup auf ein „vertrauensvolles Miteinander“ zum Wohle Karlsruhes. Die Herausforderungen seien groß. Gabriele Luczak-Schwarz weiß das. Gut drei Jahre Erfahrung als Bürgermeisterin im Dezernat 4 und zuständig für die Bereiche Finanzen, Wirtschaft und Arbeit, Kongresse und Messen hat die Juristin ihrem Kollegen voraus. Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit sah sie sich mit der kurz zuvor angestoßenen Haushaltsstabilisierung konfrontiert.

Es folgte „ein straffer Prozess“, bei dem vieles erreicht worden und bei dem noch einiges zu tun sei, so Luczak-Schwarz in ihrer Rede. Mittlerweile kenne sie die Verwaltung in all ihren Facetten, habe am Neubauprojekt Hauptbahnhof Süd, an der Neustrukturierung der Marketinggesellschaften oder der Weiterentwicklung der Weihnachtsstadt mitgewirkt. Mentrup dankte seiner Stellvertreterin für das Geleistete, für „Mut, Biss und neue Ideen“ – da sei deren Aufstieg nur ein „logischer Schritt“ gewesen.

Auf den promovierten Theologen, langjährigen Leiter des Roncalli-Forums und CDU-Stadtrat Käuflein warten nicht minder schwere Aufgaben. Er steht nun an der Spitze des Dezernats 2, zu seinem Geschäftskreis gehören außer Kultur, Sicherheit und Personal auch Bürgerbeteiligung, Statistik und Wahlen sowie Informationstechnik und Digitalisierung. Die „Größe des Sprungs“ vom Gemeinderat zum Bürgermeister sei nicht zu unterschätzen, betonte Mentrup, der Rollentausch erfordere „völlig neue Blickwinkel“. An Käuflein als katholischen Theologen gerichtet, hob er auf die unterschiedlichen Funktionen von Kirche und Staat ab, unterstrich als Gemeinsamkeit jedoch das Bemühen „um das Wohl der Mitmenschen“.

Käuflein dankte für die „überaus freundliche Aufnahme“ während der ersten Tage und warb angesichts der Fülle von Herausforderungen um Unterstützung. Als Stichworte nannte er die Weiterentwicklung der Stadt als attraktive Arbeitgeberin, die einschneidende Veränderung der Verwaltung im Zuge der Digitalisierung, die weitere Profilierung der Bürgerzentren oder die Förderung des Ehrenamts. In der Kultur seien etwa die Sanierung des Staatstheaters oder die Zukunft der Majolika-Manufaktur wichtige Themen. Letztere könne wohl aber nur mittels eines städtischen Zuschusses erhalten werden. -maf-

 
 

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