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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Mai 2018

Gemeinderat: Alles für mehr Kinderbetreuung

Teil der Kita-Landschaft sind städtische Einrichtungen und vor allem solche in privater Trägerschaft. Der Ausbau geht weiter. Foto: Fränkle

Teil der Kita-Landschaft sind städtische Einrichtungen und vor allem solche in privater Trägerschaft. Der Ausbau geht weiter. Foto: Fränkle

 

Azubi-Erfolgsmodell und Investitionsförderung gestärkt / Kitas als Quartiersanker

Das weitere Optimieren der Kinderbetreuung bleibt essenzielle Aufgabe der Stadt, zusammen mit verschiedenen Trägern.

So war dies mehrfach Thema im Gemeinderat, der alle Vorlagen einstimmig billigte: unter anderem weitere 105 U3- und 170 Ü3-Kita-Plätze. Bis 2020 könnten zwei Drittel der 1000 bis 2027 geplanten neuen Plätze realisiert sein, die Versorgungsquote würde 51,4 (U3) und 94,2 Prozent (Ü3) erreichen. Dazu sollen und wollen beitragen: der Verein PSK und Träger Lenitas mit zweigruppigem Naturkindergarten in Rüppurr noch diesen Sommer, ab Herbst 2019 "Mäusezauber" (Weinheim) über zwei Projekte im Durlacher Hanggebiet und ein Projekt in Grötzingen Süd (je vier Gruppen) sowie Pro-Liberis mit einer dritten Gruppe für die 2017 eröffnete Kita in Stupferich. Die neu in Karlsruhe gegründete "Zukunftsschmiede" plant, ein früher vom Theater "Die Insel" genutztes Gebäude (Südstadt) bis 2020 in eine viergruppige Kita als erste Einrichtung umzuwandeln.

Grundlegendes brachte das Plenum per Neufassung der relevanten städtischen Förderrichtlinie auf den Weg. Um weitere 50 Auszubildende für die praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung beziehungsweise solche der Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung ab diesem September zu ermöglichen. Die voraussichtlichen Kosten sind ab 2019 nicht refinanziert. Nach großer Vorleistung ist es Verwaltung und auch Gemeinderat zufolge an der Zeit, Unterstützung (etwa vom Land) für ein bewährtes Erfolgsmodell einzufordern.

Rückwirkend ab Jahresbeginn gilt ein neues Kita-Raumprogramm über städtische Investitionskostenzuschüsse für (Um-)Bauten. Die Förderobergrenze pro Gruppe etwa erhöht sich von 430000 auf 675000 Euro, die Mindestinvestitionskosten wurden von 3850 auf 3500 Euro gesenkt. Die Förderung von bis zu 15 Kitas als Kinder- und Familienzentren ab 2019 und weiteren zehn ab 2020 erhielt durch einen weiteren Beschluss Legitimation und wird Teil der Haushaltsberatungen. Bei immer häufigeren Umzügen sollen diese Zentren beim Eingewöhnen und Netzwerken helfen.

All dies wurde, intensiv vorberaten in Ausschüssen, gemeinsam debattiert - samt Hort-Ausbau (Kasten). Konsens: Elternanspruch und Zukunftsfähigkeit erfordern diese Anstrengungen, sogar noch mehr Wachstum und Flexibilität. -mab-

 
 

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