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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Mai 2018

Städtepartnerschaften: Wofür es einzustehen lohnt

GEMEINSAM zurück- und vorausblicken: Leitmotiv der Mädchen und Jungen aus Nancy, Krasnodar und Karlsruhe, die an der vorige Woche mit OB Mentrup eröffneten Jugendkonferenz teilnehmen.  Foto: StJA

GEMEINSAM zurück- und vorausblicken: Leitmotiv der Mädchen und Jungen aus Nancy, Krasnodar und Karlsruhe, die an der vorige Woche mit OB Mentrup eröffneten Jugendkonferenz teilnehmen. Foto: StJA

 

Erster Höhepunkt der deutsch-französisch-russischen Partnerschaft / Jugendkonferenz mit Gästen aus Krasnodar und Nancy zu Lebensgefühlen 1918, 1968, 2018

Es ist ein erster Höhepunkt zur Realisierung der jungen trilateralen Städtepartnerschaft von Karlsruhe, Nancy und Krasnodar: die Jugendkonferenz „YouConf2018“. Noch bis Sonntag tauschen sich 30 badische, lothringische und südrussische Jugendliche in der Fächerstadt sowie der Jugendfreizeit- und Bildungsstätte Baerenthal aus.

Das Motto umfasst hundert bewegte Jahre vom Ende des Ersten Weltkriegs über historische Um- und Aufbrüche bis heute: „Lebensgefühle 1918 – 1968 – 2018“. Organisiert wird die zehntägige Veranstaltung vom Karlsruher Stadtjugendausschuss. Die Mädchen und Jungen setzen sich mit ihren Lebensgefühlen auseinander und stellen einen Zusammenhang zu den Menschen- und Grundrechten her, die es ihnen ermöglichen, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Das Ganze auch im geschichtlichen Kontext.

Abschließend geht es um die aktuellen Herausforderungen zu „Freiheit und Demokratie in der Gegenwart – für die Zukunft“. Die zentrale Frage dabei lautet: „Wofür lohnt es sich heute einzustehen?“ Allein zwei Tage beschäftigten die Teilnehmer sich in dieser Woche in Workshops mit den Themen Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechte. Auf dem Plan standen zudem ein Besuch des Musicals „Hair“ im Badischen Staatstheater sowie ein Besuch der Kriegsgräberstätte im elsässischen Niederbronn nahe Baerenthal.

Eröffnet worden war die Konferenz am vergangenen Samstag mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup im Gartensaal des Karlsruher Schlosses. „Unser Ziel ist, weitere Schritte in Richtung Völkerverständigung zu machen“, betonte er. Die ältere Generation sei ein wenig hilflos im Streben nach Frieden geworden. Für Jugendliche hingegen sei das Zusammenleben in verschiedenen Kulturen, Religionen und Gesellschaften mit unterschiedlichen Vorstellungen selbstverständlich. Gleichzeitig würden sie eigene Identitäten leben und „Bürger der Welt“ sein.

An die Eröffnung schloss sich eine Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Revolution für Anfänger*innen“ an. Am morgigen Samstag werden um 18 Uhr die Ergebnisse der YouConf beim offiziellen Abschluss im Kinder- und Jugendhaus Südwest vorgestellt, Sonntag fliegen die Gäste zurück nach Frankreich und Russland. -red-

 
 

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