Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juni 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Stahlwand, Straßendamm im Wald: Nein!

Erik Wohlfeil, Vorsitzender KULT-Fraktion

Erik Wohlfeil, Vorsitzender KULT-Fraktion

 

Die Begriffe vernebeln: "Höherlegung Hermann-Schneider-Allee" und "Spundwand um Parkplatz und Gebäude auf Rappenwört". Die Straße wird nicht nur höhergelegt - der Straßendamm wird vor allem viel breiter.

Von einer lichten Konstruktion wie bei einer Brücke kann keine Rede sein. Und die "Spundwand" - das ist ein vier Meter hohes Monstrum aus rostigem Stahl, mehr als einen Kilometer lang.

Dabei ließe sich die Infrastruktur auf der Insel Rappenwört auch mit weniger Aufwand schützen und bei großen Hochwassern auf anderen Wegen erreichen. Die Wand könnte man als Wall eng um das Bad und die Kanuvereine ziehen. Für Badpersonal, Verantwortliche der Vereine und die Hochwasserschützer steht der Rheindamm als Anfahrt zur Verfügung. Privatpersonen stören ohnehin im seltenen Ernstfall, wenn Wasser Meter hoch im Auwald steht.

Wir von KULT hatten daher einen klaren Antrag gestellt: nein zum 40 Meter breiten Straßendamm. In der Sitzung: keine Mehrheit dafür. Die CDU-Fraktion argumentierte vor der Sitzung per Antrag gegen die lange Eisenwand. Wir wollten deren Antrag zustimmen! Doch in der Sitzung verließ nicht nur die CDU der Mut. Jetzt soll erst dieses und jenes geprüft werden. Das geht am Ende so aus: Rückzug mit Aussagen der beiden größten Fraktionen "wir müssen halt."

Dabei gibt es einen erfahrenen Experten: Dr. Bertold Treiber, ehemaliger Baubürgermeister von Rheinstetten. Der hat Verwaltung und Gemeinderat detailliert vorgerechnet, dass viel seltener Hochwasser die Straße samt Schienen überspült als bisher behauptet. Zusätzlicher Kniff: die "ökologischen Flutungen" des Polders früher abbrechen. Trotzdem keine Zustimmung. Mehr als schade.

 

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe