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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 1. Juni 2018

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Perspektiven in der Kita-Betreuung

Gisela Fischer, SPD-Stadträtin

Gisela Fischer, SPD-Stadträtin

 

1. Kitaausbau geht in großen Schritten voran
Der Ausbau des Angebots von Kinderbetreuungseinrichtungen bei weiterhin stetig steigender Qualität steht an erster Stelle aller Bemühungen rund um die Kinderbetreuung in unserer Stadt. Dies voran zubringen ist eine Mammutaufgabe, die wir in Karlsruhe entschlossen angehen.

Gerade erst wurden neue Kita-Projekte mit 105 Plätzen für Kinder unter drei Jahren und 170 Plätze für Kinder ab drei Jahren in die Bedarfsplanung aufgenommen.

 

2. Fachkräftemangel entgegensteuern

Um dem Fachkräftemangel entgegenzusteuern ist der personelle Bedarf in die Gesamtstrategie miteinzubeziehen.

Die von uns schon länger geforderte Ausweitung der PIA-Plätze, der sehr erfolgreichen praxisorientierten Ausbildung für den Erzieherberuf, konnte per Gemeinderatsbeschluss erreicht werden. Auch hier geht die Stadt in Vorleistung. So schnell wie möglich sollte aber das Land seinen Teil beisteuern.

Die Erzieherinnen und Erzieher, auf die wir zu recht stolz sind, dürfen nicht allein gelassen werden, sondern müssen von organisatorischen und verwaltungstechnischen Dingen entlastet werden, damit sie sich auf ihre wichtige elementare Aufgabe konzentrieren können.

 

 3. Beitragsfreiheit als Ziel vor Augen

Für das sozialdemokratische Kernanliegen, der Forderung nach Gebührenfreiheit bei der Kinderbetreuung sehen wir in der Absichtserklärung des Koalitionsvertrages die Richtung vorgegeben. Schon im frühsten Kindesalter werden die Grundlagen für einen erfolgreichen Bildungswerdegang gelegt. Kindertageseinrichtungen sind die grundlegende Vorbereitung auf das schulische Lernen. Auf dem Weg zur Gebührenfreiheit müssen Erhöhungen der Elternbeiträge schnellstmöglich der Vergangenheit angehören! Außerdem müssen die Gebühren freier Träger gesenkt werden. Elternbeiträge für vergleichbare Angebote verschiedener Träger müssen unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten angepasst werden. Die SPD-Fraktion sieht, nachdem diese Voraussetzungen erfüllt sind, die Gebührenfreiheit des letzten Kitajahres als nächstfolgenden Schritt.

Die vollständige Gebührenfreiheit der Kita-Betreuung erfordert finanzielle Unterstützung von Bund bzw. dem Land. Die Umsetzung dieses Ziels kann nur gemeinsam mit Trägern, Verwaltung und Politik erreicht werden.

Wir setzen hierfür auf einen runden Tisch, um mit allen Akteuren eine tragfähige Lösung zu entwickeln.

Yvette Melchien, Irene Moser und Gisela Fischer  SPD-Stadträtinnen

 

 
 

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