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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Juni 2018

KIT im Rathaus: Mobilität der Zukunft

Forschungsgebiete und Konzepte im Rathaus vorgestellt

Mit „Mobilität im Wandel“ ging es beim jüngsten Termin der Reihe „KIT im Rathaus“ um ein zentrales Thema der Karlsruher Stadtentwicklung. Bürgermeister Klaus Stapf betonte gleich zu Beginn, dass Mobilität viele Bereiche der Gesellschaft betreffe, Veränderungen immer wieder für Ungewissheit sorgten und „emotional diskutiert“ würden.

Aus diesem Grund freute er sich über die „Faktenstärke“ des KIT-Zentrums für Mobilitätssysteme, das sich und seine Entwicklungen an diesem Abend vorstellte. Professor Oliver Kraft, Vizepräsident für Forschung am Karlsruher Institut für Technologie, machte den Anfang und freute sich über die zahlreich erschienenen Interessierten. Zudem betonte er die große Bedeutung des Themas, dem sich das KIT mit 800 Mitarbeitenden an diversen Instituten widmet. Professor Frank Gauterin zeigte sich stolz darauf, mit der „Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe“ eine gute Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung erreicht zu haben. Man brauche „Netzwerke und Experten, um die interdisziplinären Herausforderungen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln“, machte er klar.

Schwerpunktthemen lägen in den Bereichen Verkehr und Gesellschaft, Digitalisierung sowie Fahrzeuge und Umwelt. Autonomes Fahren, eine stärkere Vernetzung von Transportmitteln und die Einbindung lernender Algorithmen gehörten ebenso dazu wie elektrische Mobilität, Leichtbauweisen und umweltschonende Verbrennungsmotoren. Letzteren widmete sich dann Professor Thomas Koch, der die Situation der Dieselmotoren beschrieb. Die deutsche Gesetzgebung zu Feinstaub und Stickstoffoxiden sei weltweit führend, so Koch, das Problem bereits „technisch auf höchstem Niveau gelöst“. Bis eine messbare Veränderung eintrete, dauere es jedoch eine Weile, wie auch Professor Peter Vortisch erklärte.

Das Mobilitätsverhalten der Menschen habe sich in den letzten zwanzig Jahren nicht maßgeblich verändert und für die flächendeckende Nutzung neuer, teils revolutionär scheinender Technologien müsse man eher Jahrzehnte ansetzen. Mobilität sei zwar im Wandel, das Gesamtsystem aber träge. BM Stapf lobte in seinem Schlusswort die Breite und Tiefe der Forschungsarbeit des KIT. Diese Art der Innovationsmotivation und Innovationsethik fehle ihm an mancher Stelle der Industrie. -gem-

 
 

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