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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Juni 2018

Kombilösung: Heilige Barbara für Tunnelpatin

PATIN BEKOMMT PATRONIN: Uwe Konrath (KASIG), Volz, Thomas Wechner (Arge). Foto: KASIG

PATIN BEKOMMT PATRONIN: Uwe Konrath (KASIG), Volz, Thomas Wechner (Arge). Foto: KASIG

 

Licht am Ende des Tunnels und noch viel mehr. Während des Baus des unterirdischen Südabzweigs unter der Karl-Friedrich-Straße hatte ihre Schutzpatronin gut auf die Bergleute acht gegeben: Dienstag bekam Tunnelpatin Sabine Volz die Heilige Barbara zurück, die sie zum Auftakt im Januar 2016 feierlich aufgestellt hatte.

Ein paar Monate, nachdem Tunnelvortriebsmaschine Giulia am Mühlburger Tor den Durchbruch für den Bahntunnel unter der Kaiserstraße erzielt hatte, begann die Kombilösungs-Arbeit zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor. Weltweit von Fachleuten beachtet wegen des Überdrucks: eine von mehreren Sicherungsmaßnahmen gegen das potenzielle Risiko, das nahe Grundwasser könnte in den Tunnel eindringen. Inzwischen ist er im Rohbau fast fertig, 250 Meter lang, innen 8,50 Meter breit und 7,23 hoch.

Volz schaute auch zwischendurch, wie es mit dem Sabine-Tunnel (Interims-Name während der Arbeiten, ihr zu Ehren, Glück spendend) vorangeht. Auch war sie als Spitzenkanutin ob der Bedingungen prädestiniert, betonten Akteure augenzwinkernd. Falls doch Wasser gekommen wäre, was aber zur großen Erleichterung auch beim Ausbruch des Erdreichs ausblieb.

Am Eingang der Materialschleuse hatte die aus Holz geschnitzte Heiligenfigur darüber gewacht, dass kein Unglück geschieht – mit Erfolg: Außer Atemwegsreizungen bei einer Gruppe von Arbeitern und Prellungen bei einem nach Gerüststurz keine nennenswerten Unfälle. Trotz Hochtechnologie bleibt die Segnung der Barbara beim Tunnelanschlag obligatorisch. -red-/-mab-

 
 

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