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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juni 2018

Region: Weniger Betriebe im Einzelhandel

Fachtagung: Initiativen zur Weiterentwicklung der Innenstädte sind notwendig

Damit die Innenstädte auch in Zukunft attraktiv bleiben, müssen die ortskernprägenden Akteure noch enger zusammenarbeiten. Zu diesem Ergebnis kamen die Teilnehmer der Fachtagung “Zukunft Innenstadt‘, zu der die IHK Karlsruhe und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungswirtschaft sowie Vertreter der Kommunen und Planungsträger eingeladen hatten.

Die Grundlage der Diskussion lieferte der Handelsmonitor Oberrhein, der für jede Kommune die Einzelhandelsentwicklung der letzten zehn Jahre aufzeigt. Danach verzeichnet der Einzelhandel trotz steigender Umsätze des Onlinehandels ein Wachstum seiner Verkaufsfläche. Besonders die größeren Innenstädte und die wohngebietsnahe Grundversorgung profitieren davon. Dies führt RVMO-Verbandsdirektor Gerd Hager auch auf die Regionalplanung zurück, die den großflächigen Einzelhandel seit gut einem Jahrzehnt nach landesweit einheitlichen Kriterien räumlich zuordne: „„Wir haben die Nahversorgung näher an die Menschen gebracht. Die fußläufige Erreichbarkeit für die Bewohner hat sich in einer Dekade beachtlich verbessert. Und die Mittelzentren haben in ihren Innenstädten spürbar an Attraktivität gewonnen“.

Die rund 5.700 in der Region Mittlerer Oberrhein registrierten Betriebe verfügen derzeit zusammen über eine Verkaufsfläche von etwa 1,6 Millionen Quadratmeter, vergleichbar mit der Fläche von etwa 225 Fußballfeldern. Dabei sank gegenüber 2008 die Zahl der Geschäfte um 14,4 Prozent, während die Verkaufsfläche um 4,1 Prozent stieg. In Karlsruhe ging die Zahl der Betriebe um 13 Prozent zurück, die Verkaufsfläche nahm 4 Prozent zu.

Gestiegen sind auch die Ansprüche der Kunden stellt IHK-Vizepräsident Roland Fitterer fest: „Wer heute kein Erlebnis bieten kann, wird sich in der Konkurrenz der Städte nicht behaupten können“ Der Stadtkern sei zentraler Versorgungsbereich und lokaler Identitätsstifter. Deshalb bedürfe es einer ganzheitlichen Strategie für die Weiterentwicklung einer Innenstadt. Zudem müsse der stationäre Handel digital auffindbar sein, um überhaupt neue Kunden- und Besucherpotenziale erschließen zu können“, führt Nicolas Schruff, Referent für Handel bei der IHK Karlsruhe, den Rückgang der Betriebszahlen unter anderem auf den verschärften Wettbewerb durch den Onlinehandel zurück. –red/fis

 
 

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