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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Juni 2018

Schulen: Spurensuche in der NS-Zeit

AUSSTELLUNG: Eröffnung im Bismarck-Gymnasium mit kreativen Schülern sowie den Projekt-Lehrern Tobias Markowitsch (l.) und Marion Bodemann ( r.).  Foto: Knopf

AUSSTELLUNG: Eröffnung im Bismarck-Gymnasium mit kreativen Schülern sowie den Projekt-Lehrern Tobias Markowitsch (l.) und Marion Bodemann ( r.). Foto: Knopf

 

Ein schulübergreifender Seminarkurs dreier Gymnasien befasst sich aktuell mit der Thematik „Nationalsozialismus in Karlsruhe“. 16 Schülerinnen und Schüler von Goethe-, Helmholtz-, und Bismarck-Gymnasium gestalteten wissenschaftliche und künstlerische Arbeiten zur Historie der Fächerstadt während der Zeit des NS-Regimes.

Der Seminarkurs fand bereits das vierte Mal statt, ein Schuljahr lang erarbeiteten die Abiturienten in spe ihre Werke. Kürzlich wurden die Objekte im Helmholtz-, Goethe und Bismarck-Gymnasium vorgestellt. Die Abschlussveranstaltung fand im Foyer des Bismarck-Gymnasiums statt. „Ich bin beeindruckt. Es ist spannend, was hier geschaffen wurde. Gerade weil diese Thematik so spröde, aber umso wichtiger ist“, sagte Peter Gilbert, Rektor des Bismarck-Gymnasiums.

Bei dem künstlerischen Projekt gab es viele Partner. Mit im Boot waren das ZKM, der Stadtjugendausschuss und die Schülerakademie Karlsruhe. Finanzielle Unterstützung gab es vom Lions Club Karlsruhe, der Landeszentrale für politische Bildung und den Fördervereinen der Schulen. Beteiligt waren zudem die Künstler Fanny Kranz und Maximilian Kosoric.

„Was geschah während des Nationalsozialismus in Karlsruhe? Die Schüler haben sich intensiv damit auseinandergesetzt. Dabei entstanden wunderbare Arbeiten“, sagte Janine Burger (ZKM) über die Objekte, die bei der Kamuna-Nacht im ZKM ausgestellt werden. „Es ist kein angenehmes Thema. Die jungen Menschen haben sich auf Spurensuche nach Tätern und Opfern gemacht. Dafür gebührt ihnen großen Respekt“, so Rosa Hildebrand vom Stadtjugendausschuss. Lob gab es auch von den das Projekt betreuenden Lehrern Tobias Markowitsch und Marion Bodemann. Zu Wort kamen auch die Schüler und Schülerinnen, die ihre Werke erläuterten. -voko-

 
 

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