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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juni 2018

Kultur: Fünf Festivals in einem

EIN FEST FÜR ALLE: Ausverkauft? Egal. Auch außerhalb des Bereichs um die Hauptbühne lässt sich „Das Fest“ genießen. Eintrittsfrei und mit Kulturprogramm für die ganze Familie. Foto: Bastian

EIN FEST FÜR ALLE: Ausverkauft? Egal. Auch außerhalb des Bereichs um die Hauptbühne lässt sich „Das Fest“ genießen. Eintrittsfrei und mit Kulturprogramm für die ganze Familie. Foto: Bastian

 

„Das Fest“ bietet mehr / Aufbau hat begonnen

Die Vorbereitungen für „Das Fest“ in der Günther-Klotz-Anlage sind in vollem Gange. „Das Team ist bereit“, die Aufbau-Crew sei „auf dem Acker“, steigerte Cheforganisator Martin Wacker bei der Programmvorstellung zum kalendarischen Sommeranfang die Vorfreude.

Auf 135 000 Quadratmetern Grünfläche entsteht derzeit das vertraute Fest-Areal, für das über 700 Tonnen Stahl verbaut, Strom- und Wasserleitungen gelegt werden. Was auf der Hauptbühne passiert, war bei der Pressekonferenz im Lichthof der Badischen Versicherungen nebensächlich. Kaum etwas darüber, dass Top Acts wie Simple Minds, Mando Diao, Olli Schulz oder Marteria auftreten. Denn die Karten für den eintrittspflichtigen Bereich für „Das Fest“ vom 20. bis 22. Juli waren in Windeseile vergriffen. Bis auf wenige Rückläufe ist alles weg.

Eine sichere Bank für die Macher, aber nicht mehr für Schwarzmarkthändler, die das Familienfestival kommerziell zu nutzen versuchten. „Wir greifen mit aller Härte durch“ verwies Wacker auf die Beauftragung eines Karlsruher Anwaltsbüros, das mithilfe von IT-Programmen das Netz überwacht und Abzocker abmahnt. Gegen zwei professionelle Ticket-Agenturen laufen Strafverfahren.

Wacker lenkte das Augenmerk auf Schauplätze und Besonderheiten, die das Fest wohltuend von anderen Events dieser Größenordnung unterscheiden. Etwa darauf, dass dieses „große Projekt der Karlsruher Stadtgesellschaft“ fünf Festivals in einem und damit „Kultur satt“ für alle Altersklassen und jeden Geschmack biete und dabei doch zu 70 Prozent kostenlos sei.

Noch immer ist dabei die Handschrift des Stadtjugendausschusses zu erkennen - des Vereins, der jahrelang die Fest-Regie inne und die Idee dazu hatte. Und der laut dessen Vorsitzendem Daniel Melchien noch immer dafür garantiere, dass „Das Fest“ nicht irgendein x-beliebiges Festival, sondern einmalig sei. Drei Charakteristika machten dabei den Unterschied: Der Mobi-Rummeplatz, der Kinder nicht nur bespaße, sondern ihnen unvergessliche Eindrücke in anregenden Spielwelten beschere. Ebenso die Infomeile als Plattform für Jugendverbände und gemeinnützige Organisationen sowie die Feldbühne, die längst kein Geheimtipp mehr ist.

In entspannter Atmosphäre lassen sich dort regionale Künstler, aber auch Nachwuchstalente aus Europa entdecken, darunter die Portugiesin Débora Umbelino alias Surma, die einen Klangkosmos aus Instrumenten und Effektgeräten schafft oder die Fusion-Band Altin Gün mit ihrer Mischung aus türkischer Folklore, Psychedelic, Funk und Rock. Hinzu kommen Sportbereich, DJs und Kulturbühne mit Aktionen für die ganze Familie, mit Varieté, Tanz, Theater, Comedy und Zirkusentertainment. -maf-

 
 

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