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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juni 2018

Kultur: Was geschah bis 1948?

IN DER SCHAU (v.r.) OB Mentrup, Mark Dainov (Vizepräsident Zentralrat der Juden), Schnaudigel,  Maren Steege (Israelisches Generalkonsulat,  Bernd Morlock (Freundeskreis). Foto: MMG

IN DER SCHAU (v.r.) OB Mentrup, Mark Dainov (Vizepräsident Zentralrat der Juden), Schnaudigel, Maren Steege (Israelisches Generalkonsulat, Bernd Morlock (Freundeskreis). Foto: MMG

 

Ausstellung zur Gründung Israels im Landratsamt

Über die Entstehung Israels liefert zum 70. Jahrestag „1948. Die Ausstellung“ historische Fakten und (auch psychologische) Hintergrundinformationen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel freute sich bei der Eröffnung, die Schau mit der Stadt und dem Deutsch-Israelischen Freundeskreis durchzuführen „und damit einen Einblick in die Geschichte Israels zu ermöglichen“.

Laut Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup trägt die von David Seldner initiierte Präsentation „zum Verständnis für die Voraussetzungen und Abläufe bei der Staatsgründung Israels bei“ mit denen sich auseinanderzusetzen wichtig ist, ebenso wie mit vielen bis heute prägenden Linien“. In der Schau werden nach einem Blick in die Antike mit ersten Siedlungen vor rund 12.000 Jahren in Jericho bis zur römischen Eroberung 63 vor Christus, 2000 „schwere Jahre“ in der Diaspora mit Wellen von Verfolgungen aus religiösen, kulturellen, ethnischen, machtpolitischen, ökonomischen Gründen bis zur Vernichtung durch die Nazis thematisiert.

Stets der Willkür der Herrschenden ausgeliefert, gab es dennoch phasenweise blühendes jüdisches Leben im Mittelalter und wurde 1871 in Deutschland die rechtliche Gleichstellung erreicht. Gezeigt wird, wie vor 100 Jahren aus Sumpf und Wüste fruchtbares Land wurde, samt völkerrechtlichen Aspekten, der Legitimität des Landerwerbs sowie Status und Entwicklung der jüdischen und arabischen Bevölkerung. Zudem, wie und in welchen Gruppen sich Hass und Zerstörung entwickelten, warum der Zionismus entstand, wie sich der junge Staat Israel 1948 gegen den Angriff von fünf arabischen Staaten wehrte und wie diese Zeit bis heute nachwirkt.

Die 32 Text-und Fototafeln der Wanderschau des Vereins „Demokratie und Information“ sind bis 27. Juli Im Foyer des Landratsamts, Beiertheimer Allee 2, während der Bürozeiten zu sehen.

 
 

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