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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Juni 2018

Rheinbrücke: Für Jahrzehnte gestärkt

AB AUGUST wird der Gesamtverkehr mit je zwei Spuren pro Fahrtrichtung auf die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe umgelegt. Foto: MMG

AB AUGUST wird der Gesamtverkehr mit je zwei Spuren pro Fahrtrichtung auf die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe umgelegt. Foto: MMG

 

Bauarbeiten an der Rheinbrücke ab August / mehr ÖPNV

Aufgrund der hohen Verkehrssteigerung seit 1966 muss die Tragfähigkeit der Rheinbrücke verstärkt werden. Über den Planungsstand dieser „Ertüchtigung“ sowie das erweiterte ÖPNV-Angebot wurde vorige Woche bei einem Bürgerforum in Karlsruhe aufgeklärt.

Vertreter des Regierungspräsidiums, der Verkehrsbetriebe und der Stadt Karlsruhe standen nach Kurzvorträgen für Rückfragen bereit. In den thematisch sortierten Infobereichen gab es unter anderem Brückenmodelle und Proben des geplanten Ultrahochfesten Betons (UHPC) zu sehen. Dieser werde zurzeit geprüft, wie Jürgen Genthner vom Regierungspräsidium erklärte. Erst nach erfolgreichen Tests beginne man im August planmäßig mit den Arbeiten in Fahrtrichtung Wörth. Dafür werde der Verkehr zunächst bis Januar 2019 auf die andere Brückenseite umgeleitet. An zwei Wochenenden im Oktober seien zudem Vollsperrungen nötig, so Genthner.

Gleiches Vorgehen sei für die Gegenrichtung im Frühjahr und Sommer 2019 geplant und ab September komme es dann bis Dezember nur noch zu kleineren Einschränkungen. Genthner klärte zudem über Maßnahmen zu Sicherheit und Verkehrsfluss auf. Hinweisbeschilderungen, Stauwarnanlagen, Überholverbot für LKW, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h sowie eine nutzbare Öffnung der Mitteltrennung gehörten dazu. Für Radfahrer und Fußgänger bleibe die Brücke die ganze Zeit nutzbar, wobei schnelle Pedelecs und Roller nur die Straße nutzen dürften.

Fritz Engbarth, vom Rheinland-Pfälzer Zweckverband Schienenpersonennahverkehr machte zudem deutlich, dass der ÖPNV von Montag bis Freitag täglich „2500 zusätzliche Sitzplätze“ in Bahnen anbiete und das Angebot auch an den Wochenenden „massiv aufgestockt“ werde. Dazu kämen deutlich erweiterte P+R-Möglichkeiten für Auto und Fahrrad an wichtigen Haltepunkten in Karlsruhe, wie Martin Kissel vom Tiefbauamt erläuterte. Unternehmen wie MiRo, Stadtwerke und Klinikum hätten ihm zufolge bereits Interesse an Fahrradverleihkonzepten gezeigt.

In Anbetracht dieser „unkomplizierten und schnellen Lösungen“ bezeichnete OB Mentrup die Ertüchtigung der Rheinbrücke letztlich auch als Chance um eine „Gesamtverbesserung der Verkehrsverbindungen“ zu erreichen. Weitere Informationen zum Bauprojekt und zur aktuellen Verkehrslage bei der Rheinbrücke finden sich unter www.rp-karlsruhe.de, geänderte Strecken und Fahrtzeiten des ÖPNV unter www.kvv.de und P+R Angebote unter www.mobilitaet.trk.de. -gem-

 
 

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