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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Juli 2018

Nachhaltigkeit: Weißbuch für Zukunft

PRÄSENTIERTEN DAS FAIRBOOK: (v. l) Hupfer, Kuszák, OB Mentrup, Suikat und Raimund Herrmann (Vorstand BGV). Foto: MMG

PRÄSENTIERTEN DAS FAIRBOOK: (v. l) Hupfer, Kuszák, OB Mentrup, Suikat und Raimund Herrmann (Vorstand BGV). Foto: MMG

 

FairBook misst Nachhaltigkeit von Projekten in Punkten

Wie lässt sich Nachhaltigkeit messen? Das FairBook – Weißbuch der Nachhaltigkeit für die Technologieregion Karlsruhe (TRK) soll eine Antwort auf diese Frage geben: In Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe hat die gemeinnützige Unternehmerinitiative Fairantwortung darin einen neuen wissenschaftlichen Ansatz entwickelt, um Nachhaltigkeit erfassen, bewerten und vergleichen zu können.

Wie die Methode funktioniert, stellte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup als Schirmherr des Projekts gemeinsam mit Andrea-Alexa Kuszák und Ralph Suikat, Vorstände von Fairantwortung, sowie Prof. Christoph Hupfer von der Hochschule Karlsruhe vor. In den Räumen der BGV Badische Versicherungen erläuterte Hupfer, dass für die Bewertung Punkte - Fairscores - für festgelegte Kriterien an ein Projekt vergeben werden.

Als Grundlage dient die von allen Staaten anerkannte Agenda 2030 der UNO mit ihren 17 Zielen. Diese Ziele hängen im FairBook wiederum mit 262 Aktionsfeldern zusammen, in denen Nationen, Regionen, Kommunen, Institutionen, Unternehmen wie auch einzelne Personen nachhaltig aktiv sein können. Ins Ergebnis fließt etwa ein, wie viele Menschen von einem Projekt betroffen sind, wieviel Schadstoffe eingespart werden oder wie lange die Effekte andauern.

Ein Beispiel in eigener Sache ist die von Fairantwortung initiierte „Allee der Nachhaltigkeit“ in Baden-Baden. Die Initiative hatte der Kurstadt hierfür 26 Bäume geschenkt, die dem Klimawandel trotzen. Mithilfe des Weißbuchs kann der Nachhaltigkeitsfaktor solcher Aktionen nun in Punkten abgebildet werden. „Das Weißbuch ist aber kein geschlossenes System, sondern eine nach oben offene Richterskala für Nachhaltigkeit“, so Kuszák. Der aktuell erfasste Ist-Zustand durch einen Praxistest mit Projekten und Initiativen aus der TRK soll Auftakt dazu sein, ausgewiesene Stärken weiter zu stärken und Schwächen gezielt zu beheben. „Und das als spielerische Herausforderung in einem positiven Wettbewerb“, betonte Mentrup.

Gefördert wird das Projekt von Partnern aus der Wirtschaft, unterstützt von allen Gesellschaften der TRK. Mehr Infos gibt es online unter www.fairantwortung.org.

 
 

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