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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juli 2018

ESF-Sozialfonds: Fördertöpfe geöffnet

Träger können sich bis 30. September bewerben

„Leider wissen noch viel zu wenige Menschen, was die EU auch für und in Karlsruhe ermöglicht“, bedauerte Sozialbürgermeister Martin Lenz bei der Präsentation der regionalen Arbeitsmarkstrategie 2019 des städtischen Arbeitskreises „Europäischer Sozialfonds (ESF) und Gesamtkonzept Arbeit“.

Schon im Mai hat der Arbeitskreis seine Strategie festgeklopft: Besonders von Armut und Ausgrenzung betroffene Menschen sollen im kommenden Jahr bessere Beschäftigungs- und Teilhabechancen bekommen. Jugendliche sollen zudem weniger oft die Schule abbrechen, ihre Ausbildungsfähigkeit soll verbessert werden. Aus dem ESF-Topf stehen Karlsruhe hierfür jährlich 440.000 Euro zur Verfügung. Projektträger sind unter anderen die Vereine IBZ und Initial.

„Wir tragen auch als Stadt Karlsruhe Verantwortung für langzeitarbeitslose Menschen, die keine realistische Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben“, bekräftigte Lenz zudem einen Beschluss des Gemeinderats aus dem Jahr 2013, der noch heute bundesweit Beachtung finde. Die Stadt finanziert seither Beschäftigungsplätze für langzeitarbeitslose Menschen mit beispielsweise gesundheitlichen Problemen oder Einschränkungen. Aktuell sind das 150 Plätze, unter den insgesamt acht Trägern sind die Arbeitsförderungsbetriebe und der Verein Sozpädal.

Seit 2014 hätten rund 550 Menschen an diesem Projekt teilgenommen, erläuterte Peter Dressler, Geschäftsführer des Arbeitskreises. Zusätzlich können voraussichtlich 90 bis 120 Arbeitsplätze in Karlsruhe für Langzeitarbeitslose mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Soziale Teilhabe“ geschaffen werden, wie Hans-Peter Kölmel, Geschäftsführer des Jobcenters, ergänzte. Das Programm soll im Januar starten. Bis zum 30. September können nun Projektträger ihre Anträge für ESF-Mittel (www.esf-bw.de) sowie für das „Gesamtkonzept Arbeit“ (www.afb-karlsruhe.de) einreichen. -bea-

 
 

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