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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juli 2018

Planungsausschuss: Ins Planverfahren gehen

Untere Hub, KIT Campus Ost und Sophien-Carrée: gemeinsames Konzept für drei Vorhaben

Für den KIT Campus Ost und den Sport- und Freizeitcampus „Untere Hub“ weisen Rahmenpläne in die planerische Zukunft. In nichtöffentlicher Sitzung stimmte jetzt der Planungsausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert zu, nun in das jeweilige Bebauungsplanverfahren zu gehen.

Für den Durlacher Sport- und Freizeitcampus ist eine Bürgerversammlung für die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung vorgesehen. Idee ist, das neue Sportgelände auf Basis der bestehenden Grabenstruktur mit einer „Campusallee“, einer zentralen „Plaza“, einem „Topos“ und einem umlaufenden „Parcours“ zu entwickeln. Die um eine „Plaza“ angeordneten Vereinsheime bilden zusammen mit Dreifeldsporthalle und Tennishalle die städtebauliche Mitte. Die Haupterschließung erfolgt über die ehemalige B 10.

Der Rahmenplan für den KIT Campus Ost auf dem Areal der ehemaligen Mackensen-Kaserne definiert städtebauliche Strukturen einschließlich baulicher Dichte und Höhenentwicklung, die Erschließung sowie das Freiraumsystem. Im südlichen, von Bestandsbauten geprägten Bereich sind vor allem Büros und Verwaltungsnutzungen vorgesehen. Im nördlichen Teil geht es um variabel entwickelbare Baufelder für großmaßstäbliche Forschungseinrichtungen.

Über die intensiven Gespräche zum Sophien-Carrée mit und zwischen den Eigentümern des Grundstücks Autohaus Eberhardt Audi Zentrum, der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius und der evangelischen Stiftung Schönau hat die Verwaltung den Ausschuss informiert. Alle drei sind Eigentümer größerer Flächen im Baublock Sophien-, Schiller-, Weinbrenner- und Körnerstraße und tragen sich mit Neubauwünschen bei Abbruch ihrer vorhandenen Bebauung im Inneren. Man einigte sich auf ein gemeinsames Vorgehen, um Bebauung und Freiflächen zugunsten eines Gesamtkonzepts abzustimmen. Rahmenkonzept und Bauvoranfragen reagieren auf die Bebaubarkeit des Areals, die sich nach alten Baufluchtenplänen sowie den Regeln des Baugesetzbuches für unbeplante Innenbereiche richtet. Die Verwaltung prüft nun, ob die Projekte genehmigungsfähig sind.

Stand heute würde der Klima- und Artenschutz mit der Umsetzung des Rahmenkonzepts unterm Strich profitieren. Aufgrund des derzeit hohen Versiegelungsgrades insbesondere auf dem Autohaus-Grundstück gäbe es im Block auch eine deutliche Verbesserung des Grünhaushalts. Auf dem Audi-Areal sind Wohnungen vorgesehen. Die katholische Kirchengemeinde möchte Gemeindehaus mit Pfarrbüro und Kita präsenter an der Schillerstraße anordnen und über zwei Neubauten im Inneren ebenfalls innerstädtisches Wohnen anbieten. Die evangelische Stiftung möchte ihre Wohnnutzung in der Weinbrennerstraße erneuern und mit zwei Wohngebäuden ergänzen. Die Höhen der Häuser liegen unter der Traufe der Nachbarbebauung. -rie-

 
 

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