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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juli 2018

Radlerforum: Längere, aber sichere Wege

IDEE DES FORUMS: Sophienstraße zur Vorfahrtsstraße machen. Foto: Fränkle

IDEE DES FORUMS: Sophienstraße zur Vorfahrtsstraße machen. Foto: Fränkle

 

Umfahrung Kriegsstraße / Austausch im Radlerforum

Die Kriegsstraße soll künftig auch zu einem Hauptverkehrsweg für Radfahrende werden, betonte Bürgermeister Michael Obert vergangene Woche im Radlerforum.

Bei der Ausführungsplanung,  die derzeit auf Basis des Bebauungsplans erarbeitet wird, „schauen wir“, so Obert, „nach Optimierungen für Radfahrer und auch Fußgänger“. Schließlich ist der Bebauungsplan schon einige Jahre alt, die Radstadt Karlsruhe habe sich seither weiterentwickelt. Eine Idee aus dem Radlerforum war, die künftig auf der Gleistrasse gegenläufig fahrenden Straßenbahnen so zu takten, das sie die Querungsstellen gleichzeitig erreichen und diese so möglichst wenig blockieren.

„Das nehmen wir mit“, so Obert, auch wenn es eine gewisse Skepsis gibt in Sachen betriebliche Umsetzbarkeit.  Prüfen wird die Verwaltung auch den Vorschlag, die Sophienstraße zur Vorfahrtstraße zu machen. Das diene der Klarheit, so die Überlegung. Denn schon heute werde sie von vielen Verkehrsteilnehmern - auch aus den Nebenstraßen - als vorfahrtberechtigte Straße empfunden. In reinen Tempo-30-Zonen ist rechtlich nur Rechts vor Links möglich.

In einer Fahrradstraße jedoch lasse das Regelwerk eine Vorfahrtstraße zu, hatte hierzu Joachim Zwirner vom Polizeipräsidium Karlsruhe ausgeführt, der die Radunfallstatistik vorstellte. Konsequent Unfallhäufungsstellen angehen, laute die Devise. Hier ist 2017 die Sophienstraße am Kreuzungspunkt mit der Schillerstraße aufgefallen. Auch die Kreuzungen Erzbergerstraße/Michiganstraße oder Rüppurrer Straße/Baumeisterstraße seien in den Fokus gerückt. „Längere, aber sichere Wege“ heißt das Konzept für die Kombilösung Kriegsstraße.

Mit Wegeführungen abseits der Baufelder in der Kriegsstraße. Das Reallabor GO Karlsruhe, das Forschungsprojekt der Hochschule Karlsruhe, wird hier die empfohlene Linienführung am Mendelssohnplatz mit digitalen Tafeln unterstützen. Darauf die Zeitangaben für die Umleitungsstrecke, aber auch für den direkten Weg über die Engstelle - auf dass sich die Erkenntnis einstellt, dass der kürzeste Weg nicht automatisch der schnellste (und sicherste) ist. Dass Stadt und ADFC bei der Radverkehrsförderung am gleichen Strang ziehen, untermauerte Christian Büttner, Vorstandssprecher des ADFC Karlsruhe, bei der Vorstellung des Radverkehrspolitischen Programms bis 2025 des ADFC Karlsruhe. -rie-

 
 

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