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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. Juli 2018

Sybelcentrum: Auf die (Werbe)-Socken gemacht

AUF DIE SOCKEN GEMACHT haben sich (v.l.) Projektleiterin Anna Weißhaar, Dr. Markus Weber (KKF-Aktionsbündnis), Julia Engel (Sophie-Scholl-Realschule), Axel Rosa (Vollrath-Tönnies Tanzschulen) sowie Einrichtungsleiterin Eva Rühle. Foto: Fränkle

AUF DIE SOCKEN GEMACHT haben sich (v.l.) Projektleiterin Anna Weißhaar, Dr. Markus Weber (KKF-Aktionsbündnis), Julia Engel (Sophie-Scholl-Realschule), Axel Rosa (Vollrath-Tönnies Tanzschulen) sowie Einrichtungsleiterin Eva Rühle. Foto: Fränkle

 

Spendenprojekt „Keine kalten Füße“ / Sybelcentrum zieht Zwischenbilanz / Viele Unterstützer gewonnen

Damit Kinder und Jugendliche im sanierungsbedürftigen Sybelcentrum „Keine kalten Füße bekommen“ haben sich Stadt und Heimstiftung auf die Socken gemacht und für den Spendenmarathon warmgelaufen. Was sich seit dem Start der Fundraising-Kampagne im November vergangenen Jahres getan hat, war jetzt Thema der Zwischenbilanz vor den Medien.

Drei der auf rund 17 Millionen Euro geschätzten Renovierungskosten sollen über Privatleute, Firmen, Sponsoren oder als Drittmittel eingeworben werden. Dabei geht es den Akteuren bei der fünf Jahre laufenden Aktion nicht nur um Geld, sondern auch um ein Bekenntnis zu Karlsruhe als sozialer Vorzeigestadt. „Inzwischen haben wir Weggefährten gewonnen und sind zu einer kleinen Wandergruppe geworden“, freute sich Einrichtungsleiterin Eva Rühle über das gestiegene Interesse am Sybelcentrum und dessen Arbeit mit dem aktuellen Schwerpunkt Inobutnahme.

Unterstützung kommt vom eigens gegründeten Aktionsbündnis. Dr. Markus Weber ist eines von mittlerweile rund 30 Mitgliedern. Er spendet Zeit, betreut den neuen Facebook-Auftritt von „Keine kalten Füße“ (KKF) oder wirbt bei Veranstaltungen für die gute Sache. Ihm liegt am Herzen, die Chancen für Kinder und Jugendliche im Sybelcentrum zu verbessern und ihnen „ein gefestigtes Umfeld zu bieten“. Auch die Tanzschule Vollrath-Tönnies leistet praktische Hilfe und hat 100 Tanzstunden gespendet. Die ersten jungen Frauen aus dem Sybelcentrum nähmen teil, ist Geschäftsführer Axel Rosa begeistert, wie die Mädchen tanzend „an Selbstbewusstsein dazu gewinnen“.

Ein soziales Projekt wollte auch die Klasse 10 c der Sophie-Scholl-Realschule mit dem Erlös ihres Kinoabends unterstützen. Zur Wahl standen Unicef oder WWF. Als aber Klassenlehrerin Sibel Habibović vom Sybelcentrum berichtete, war die Entscheidung für Julia Engel und ihre 26 Mitschülerinnen und Mitschüler klar. So seien sie sicher, „wo das Geld landet“ und könnten verfolgen, was daraus werde.
Das Sybelcentrum in Trägerschaft der Heimstiftung unterstützt derzeit insgesamt 170 Kinder, Jugendliche und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen, aber auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, es bietet Schutz und Unterkunft. Wer sich über dessen Angebote informieren oder Menschen begegnen will, die dort leben und arbeiten, sollte zum Sommerfest in die Sybelstraße 11 kommen: Es steigt am Freitag, 13. Juli von 14 bis 18 Uhr im dortigen Innenhof. -maf-

 
 

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