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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juli 2018

„Beispielhaftes Bauen“: Baukultur bereichert

ARCHITEKTONISCHE HIGHLIGHTS:  Juryvorsitzende Soltys, Bürgermeister Michael Obert und OB Dr. Mentrup beim Rundgang. Foto: Fränkle

ARCHITEKTONISCHE HIGHLIGHTS: Juryvorsitzende Soltys, Bürgermeister Michael Obert und OB Dr. Mentrup beim Rundgang. Foto: Fränkle

 

Jury wählte 26 Vorhaben aus / Stadt ist gut vertreten

Beispielhaftes in der Architektur kann vieles sein. Die Proportionen des Baukörpers, räumliche Wirkung, Auswahl der Materialien, letztlich die Wirkung auf den Stadtraum. Und Vorbildliches verdient Aufmerksamkeit, um Inspiration für andere zu sein, sind Architektenkammer Baden-Württemberg und Stadt Karlsruhe überzeugt. Deshalb führten sie das Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen Stadt Karlsruhe 2012-2018“ durch.

„Jedem öffentlichen Raum tut Architektur gut, egal, ob Wände außen herum sind oder nicht“, war Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup angetan von Vielfalt und Qualität dessen, was in den letzten sechs Jahren in Karlsruhe die Baukultur belebt hat. Die Jury vergab insgesamt 26 Auszeichnungen. Die beachtliche Anzahl, ein Viertel der insgesamt 104 eingereichten Beiträge, spiegle die Qualität, aber auch die ungewöhnliche Vielfalt der Arbeiten wider, betonte die Juryvorsitzende und Vizepräsidentin der Architektenkammer Beatrice Soltys. Stolz war OB Mentrup ob der Tatsache, dass Stadt (sechs Projekte) und städtische Töchter (insgesamt ebenfalls sechs Projekte) ausgesprochen gut vertreten waren.

Was überzeugte die Jury nach Projektbeschreibungen und Vor-Ort-Besichtigungen? Da ist die schlichte Terrasse, mit der der Turmberg für Einheimische und Besucher zu einem „unglaublich schönen Ort“ wurde. Das Tullabad, das als wichtiges architektonisches Zeitzeugnis einer „exotischen Nutzung“ des Zoos neu belebt wurde. Oder das Waagehäuschen im Weinweg, auch dies ein städtisches Vorhaben, das dank durchdachter Präzision zu einem Kleinod wurde. Die Integrierte Leitstelle in der Zimmerstraße - ein hochtechnisches Funktionsgebäude, das am Stadteingang zur Augenweide wurde. Da sind die in die Jahre gekommenen Hochhäuser der Volkswohnung Karlsruhe im Rintheimer Feld, mit deren Sanierung zugleich das komplette Gebiet aufgewertet wurde mit fließendem Übergang vom privaten in den öffentlichen Raum.

Das Kühlhaus der Karlsruher Fächer GmbH, das im Alten Schlachthof zum Raum für Kreative wurde. „Perfekt Future“, einfühlsam und sensibel sei hier mit dem Bestandsgebäude umgegangen worden, so die Jury. Der Garten der Religionen, der beispielhaft von der Bürgerschaft zur Verständigung der Stadtgesellschaft beiträgt. Das in Vergessenheit geratene Werkstattgebäude von „Sozpädal“, das in der Pfinzstraße beispielhaft in ein kleines Raumwunder verwandelt wurde. Der Botanische Garten des Landes, der „ein Feuerwerk der Pflanzenwelt“ perfekt präsentiert. Oder das genossenschaftliche Mehrfamilienhaus „da Vinci“ in Grünwinkel, in dem „Nachbarschaft gelebt wird“. Sie und alle weiteren ausgezeichneten Projekte verdanken das Beispielhafte dem gemeinsamen Engagement von Bauherren und Architekten. Beide werden Ende Oktober im Rathaus mit Plaketten und Urkunden gewürdigt. Parallel dazu läuft eine Ausstellung. -rie-

 
 

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