Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juli 2018

Gemeinderat: Basis für spätere Entscheidungen

FÜR DIE EUROPAHALLE gibt es zwei Sanierungsvarianten, mit neun und 21 Millionen Euro veranschlagt. Aufgeben will sie keine der Fraktionen sondern in ein neues Hallenkonzept einbinden. Foto: Fränkle

FÜR DIE EUROPAHALLE gibt es zwei Sanierungsvarianten, mit neun und 21 Millionen Euro veranschlagt. Aufgeben will sie keine der Fraktionen sondern in ein neues Hallenkonzept einbinden. Foto: Fränkle

 

Zwischenbericht über Veranstaltungsstätten einstimmig zur Kenntnis genommen

Einstimmig nahm der Gemeinderat das von ihm gewünschte Hallenkonzept für Sport, Musik und Kultur als Diskussionsgrundlage späterer Entscheidungen zur Kenntnis.

Der Zwischenbericht beschreibt Varianten für die Sanierung der Europahalle, Optionen auf bis zu fünf Bezirkssporthallen sowie eine multifunktionale Eventhalle und enthält noch keine Kotenkontrolle und Vollkostenrechnungen (siehe SZ 28 vom 13. Juli). Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bedankte sich „für die positive Anerkennung, dass wir vier fehlende Dreifeldhallen geplant haben sowie für die mutigen Beschlüsse für die Hallen bei der Elisabeth-Selbert-Schule und im Schulzentrum Neureut“.

In der Diskussion freute sich Detlef Hofmann (CDU) darüber, dass „wir das Riesendefizit an Dreifeldsporthallen jetzt sukzessive beheben“. Allerdings gehe es in Oberreut zu langsam, neu sei das Ersetzen alter Einfeldhallen bei der Hebelschule und schön die Aussicht auf eine Halle in Kooperation mit dem SSC in der Waldstadt. Interessant fand er die Variante C einer einfachen Sanierung der Europahalle in Kombination mit einer kleinen Eventhalle. Bei den „Dreifeldhallen auf dem richtigen Weg“ sah auch Michael Zeh (SPD) die Stadt, betonte die Atmosphäre der Europahalle und ihre Möglichkeiten mit 1.500 Plätzen, auch wenn es dort keine Kulturveranstaltungen mehr geben könne, auch die Schwarzwaldhalle weise viele Einschränkungen auf. Zeh monierte die noch fehlenden Gesamtkosten und fand: „Nachdenken über eine Eventhalle als mittelfristiges Projekt, wenn andere beendet sind, müssen wir“.

Dr. Ute Leidig (GRÜNE) bewertete „die Szenarien als am Anfang eines komplexen Entscheidungsprozesses gut dargestellt“. Nun müsse abgewogen werden, was wem diene. Wichtig sei, dass es mit den Hallen für den Schul- und Vereinssport weiter gehe. Eine Eventhalle bei der Messe beurteilte Max Braun (KULT) als nur für die KMK gut, aber dort nicht für Sport und Events. Für die Europahalle hielt er die Neunmillionen-Sanierung für ausreichend. Thomas Hock (FDP) beurteilte letztere am gut erschlossenen Standort als „Geld- und Zukunftsvernichtung“, eine Eventhalle als finanzielle Katastrophe für die KMK und verlangte Endabrechnungen.

Ebenso Friedemann Kalmbach (FK). „Wir brauchen keine Halle in Rheinstetten“ stimmte auch Dr. Paul Schmidt (AfD) ein, sondern in Karlsruhe für Schulen. Er wollte die Europahalle beibehalten. Jürgen Wenzel (FW) konnte sich zwar eine zusätzliche Halle an der Messe vorstellen, hatte jedoch auch Zweifel, ob sie tragbar sei. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe