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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juli 2018

Kombilösung: Ettlinger Tor wieder echte Kreuzung

ETTLINGER TOR: Der Knotenpunkt ist  wieder eine richtige Kreuzung, über die Verkehrsteilnehmer in alle Richtungen kommen. Foto: Fränkle

ETTLINGER TOR: Der Knotenpunkt ist wieder eine richtige Kreuzung, über die Verkehrsteilnehmer in alle Richtungen kommen. Foto: Fränkle

 

Teilprojekt Bahntunnel verschwindet von Oberfläche

Die Kreuzung ist asphaltiert, die Gehwege sind gepflastert, die Autos rollen bereits auf ihren neuen Fahrbahnen, und die Lichtsignalanlage ist ebenfalls schon an ihrem Platz angekommen. Seit gut einer Woche sieht das Ettlinger Tor einmal mehr wieder ganz anders aus.

Die große Kreuzung hat ihre Bestimmung für die kommenden Jahre (wieder-)gefunden und steht den Verkehrsteilnehmern nun als echte Kreuzung zur Verfügung. So fährt etwa die Buslinie 10 vom Bahnhof und aus der Ettlinger Straße kommend geradeaus nach Norden in die Karl-Friedrich-Straße und bis zum Marktplatz. Von dort geht es dann schnurgerade den gleichen Weg wieder zurück – solange, bis die Straßenbahnen und Stadtbahnen unterirdisch auf dieser Nord-Süd-Achse fahren.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung weiter mitteilt, ist das Ettlinger Tor nur ein Beispiel dafür , wie sich die Bauarbeiten am 2010 begonnenen Teilprojekt Stadtbahn- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße mit Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße inzwischen von der Oberfläche zurückziehen. Marktplatz und Europaplatz, auch die große Kreuzung Mühlburger Tor oder die Ettlinger und die Karl-Friedrich-Straße sind schon völlig geschlossen und teilweise sogar komplett in ihren „Endzustand“ gebracht worden.

Der Kronenplatz benötigt noch einige Tage, dort müssen laut KASIG noch Leitungen verlegt werden, die bisher noch nicht im Erdreich ihren Platz finden konnten. Das Durlacher Tor – möglicherweise Karlsruhes bedeutendster innerstädtischer Verkehrsknoten, wird bis zum Jahresende über neue Autofahrbahnen, Rad- und Gehwege verfügen inklusive der neuen Trassenführung der sich an dieser Stelle kreuzenden Gleise.

Nicht von verkehrlicher, aber deswegen keineswegs von geringerer Bedeutung ist die Wiederherstellung des Kaiserplatzes direkt westlich des Mühlburger Tors. Die im Halbbogen um die Statue mit Kaiser Wilhelm I auf dem Pferd herumführenden kleinen Wege werden derzeit gepflastert, anschließend erhält die vom Straßenbahn- und Autoverkehr umflossene Fläche auch wieder ihr Rasengrün zurück.

Und im Bereich der beiden künftigen unterirdischen Haltestellen Durlacher Tor und Kongresszentrum befreien beauftragte Firmen die Gruben der Fahrtreppen für die Motoren und die Steuerungstechnik von Regenwasser und Resten der Rohbautätigkeit befreit. -red-/-trö-

 
 

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