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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juli 2018

Stadtbauforum: Mehrwert generieren

Forum zur Höhenentwicklung / Von Chancen und Befürchtungen

Was könnte der Karlsruher „Höhenweg“ sein? Im Workshop „Höhenentwicklungskonzept Karlsruhe“ näherten sich letzte Woche Teilnehmende der Frage an, was für eine geordnete Entwicklung der Stadt in die Vertikale wichtig ist – und was vermieden werden sollte.

Das strategische Grundsatzpapier wird vom Planungsbüro sapartners (Zürich) im Dialog mit der Öffentlichkeit erarbeiten. Weil Flächen knapp sind, schaut die Stadt auch in die Höhe, will Rahmenbedingungen ausloten und Kriterien definieren. Der Arbeitsauftrag ergebe sich schon aus dem vom Gemeinderat beschlossenen Räum¬lichen Leitbild, führte Heike Dederer, stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamts eingangs aus. Auch andere Städte überlassen das Streben nach oben nicht zufälligen Einzelentscheidungen, zeigte Thomas Kovári von sapartners. Da geht es um Prinzipien etwa zum baulichen Erbe, um Eignungs- und Sperrgebiete, Höhenkategorien sowie Akzentuierung bestimmter Areale.

Sechs Dialog-Stationen

Ein Plus beim bezahlbaren Wohnraum war den Forumsgästen bei „Mehr Wohnen“, eine der sechs Dialog-Stationen, mit das Wichtigste. Genossenschaftliches Wohnen würde man dem Konzept als Randbedingung im Sinne eines Mehrwertes mitgeben. Auch bei „Freiraum und Klima“ sah man Chancen auf Mehrwerte. Wenn Nutzungen durch Höhe konzentriert werden, sollte der „verschonte“ Freiraum auch als solcher gestaltet sein. Höhenentwicklung könne den Flächenfraß eindämmen - aber die klimatisch willkommenen, kühlenden Fallwinde dürfen nicht zu zugigen Ecken für Fußgänger führen, so ein Einwand. Die Eignung des Standorts entscheide, nicht das Investoreninteresse, lautete bei „Wirtschaftliche Entwicklung“ ein Vorteil eines Konzepts. An die vorhandene gute Erschließung wollten viele beim Aspekt „Mobilität“ eine hohe Nutzung koppeln – geeignet sei hier etwa der Hauptbahnhof.

Vorgabe fürs Zentrum: Schloss- und Rathausturm sowie evangelische Stadtkirche sollen der höchste Punkt bleiben. Höhe ist relativ und bedarf einer Präzisierung, um Mehrwert zu entfalten, war man sich im Forum mit Moderator Professor Markus Nollert (Bureau für Raumentwicklung) sowie Bürgermeister Michael Obert einig. Im zweiten Workshop im Frühjahr 2019 wird es dann auch konkreter um Räume gehen, kündigte Obert an. Zum Jahreswechsel 2019/2020 ist geplant, dass der Gemeinderat das planerische Leitwerk zur Höhenentwicklung beschließt. -rie-

 
 

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