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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. Juli 2018

Technologiepark: Reize zur Ansiedlung

MANGEL ABHELFEN: Im noch Platz bietenden Technologiepark in Rintheim sollen innovative Firmen angesiedelt werden.  Foto: Knopf

MANGEL ABHELFEN: Im noch Platz bietenden Technologiepark in Rintheim sollen innovative Firmen angesiedelt werden. Foto: Knopf

 

Informationstermin zur Bebauungsplanänderung Vogelsand

Im Rahmen des Verfahrens zum Bebauungsplan „Technologiepark – Vogelsand“ führte das Stadtplanungsamt kürzlich die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit im Gemeindesaal St. Martin durch. Beim Info-Termin in Rintheim standen die Ziele sowie die möglichen Auswirkungen der Planungen auf der Agenda.

Der bisherige Bebauungsplan von 1993 enthält vergleichsweise strenge Vorgaben zu zusätzlichen Dichten, Höhen, Baulinien und Nutzungen. Intention der Änderung ist es, die vorhandenen gewerblichen Flächen flexibler zu nutzen und zu bebauen. Auch die verkehrliche Erschließung und ein Konzept für eine attraktive Freiraumgestaltung sind wichtige Punkte. Damit sollen für technologieorientiertes Gewerbe attraktive Möglichkeiten zum Verbleib und zur Ansiedlung geschaffen werden.

Etwas mehr als ein Dutzend Bürger nahm die Gelegenheit war, sich zu informieren und Ideen einzubringen. „Die Nutzungen sind festgezurrt, die Baufelder relativ großzügig gefasst, damit die Unternehmen flexibel agieren können“, sagte Sigrun Hüger (Stadtplanungsamt). Generell zulässig sind auf dem Areal des Technologieparks: Forschungsinstitutionen, Technologiefirmen und Entwicklungslabore. Ferner dem Areal dienende Dienstleistungen wie Gastronomie, Bäckerei, Fitnesscenter, Konferenzräume oder Parkhäuser.

„Ein Hotel mit Boardinghouse oder Arztpraxen zählen dazu sowie Dienstleistungen für die dort arbeitenden IT-Firmen, sei es ein Café oder Kiosk“, so Hüger. Erwünscht sei eine „gefühlte Anbindung“ an den KIT-Campus Ost auf dem die Forscher der Zukunft studieren. Die Bürger interessierten speziell die Verkehrsanbindungen und klagten unter anderem über zugeparkte Straßen. Bei der Nordanbindung sind zwei Optionen in Prüfung, zudem soll der öffentliche Parkraum reorganisiert werden.

Eine Mobilitätszentrale ist im südlichen Entrée West geplant. Auch die Frage nach privatem Wohnen sagte Hüger, dass dies im Bebauungsplan nicht vorgesehen seien. Lediglich Kurzzeitnutzungen wie ein Boarding House seien möglich. Ein Bürger befürchtete eine nächtliche „Geisterstadt“, auch wurde angemahnt, dass der Naherholungsfaktor für die Anwohner möglicherweise leide. Allerdings werde der Grünzug nicht bebaut und keine Bäume ohne Ersatz gefällt.    -voko-

 
 

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