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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Feuerwehr: Stadt stärkt Freiwillige Wehr

Ein wichtiges Zeichen und politisches Signal zur Stärkung und Förderung des Ehrenamts setzte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 17. Juli. Das Plenum stimmte einmütig für ein neues System zur Entschädigung der Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, das am 1. Januar 2019 in Kraft tritt. Dafür hat die Stadt 231500 Euro pro Jahr im Etat 2019/2020 eingestellt. Die Regelungen wurden in einem konstruktiven Prozess mit dem Stadtfeuerwehrverband als Vorschlag für den Gemeinderat erarbeitet.

Brandschutzdezernent Klaus Stapf dankt „allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit". Besonders erfreulich sei, dass mit der neuen Satzung künftig auch die Leitungen der Jugendfeuerwehr und Kindergruppen für ihren überdurchschnittlichen Einsatz entschädigt werden können und damit eine wichtige Zukunftssäule des Ehrenamtes Unterstützung erfahre. Ebenso ist Stapf wichtig, „dass alle aktiven Feuerwehrleute von der Neuordnung und Erhöhung der Entschädigungen partizipieren“.

Auch der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrbands, Ulrich Volz, betonte, der Gemeinderat habe mit seiner Entscheidung zur Anpassung der Entschädigungssatzung „ein bedeutendes Signal für das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr gesetzt“. Die Neuerungen nehmen die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr sehr positiv auf. Andreas Gerwig, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Karlsruhe, ist „beeindruckt von der Wertschätzung und dem Zuspruch gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr, die uns während des gesamten Erarbeitungsprozesses von Verwaltung und Gemeinderat entgegengebracht wurden“.

Die bewährte Entschädigung für Funktionsträger wurde maßvoll erhöht und auf weitere Funktionen ausgedehnt. Die Entschädigung für Einsätze basiert nach wie vor auf der Abrechnung des entstandenen Verdienstausfalls des Arbeitgebers gegenüber der Stadt. Dadurch soll, auch nach eindeutigem Votum des Feuerwehrausschusses, der grundsätzliche Gedanke der Ehrenamtlichkeit im Vordergrund stehen bleiben. „Neu ist jedoch, dass Feuerwehrangehörige künftig einen Auslagenersatz in Höhe von zehn Euro pro Einsatz erhalten", so der Leiter der Branddirektion, Florian Geldner. Auch die Entschädigung für den Brandsicherheitswachdienst, etwa im Staatstheater, wurde angepasst.

 
 

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