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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Gemeinderat: Erst wird die Rampe gebaut

Den Einwohnerantrag zum Bau eines Aufzugs an der Durlacher Allee in Höhe der Haltestelle Untermühlsiedlung lehnte der Gemeinderat mit 38 Ja- bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung aus formellen Gründen ab. Den Antrag hatten 500 Menschen aus Dornwald- und Untermühlsiedlung unterschrieben, notwendig wären laut Gemeindeordnung 2.500 Voten gewesen.

Alle Fraktionen bezeugten der Einwohnerschaft dafür Respekt, auch OB Dr. Frank Mentrup. Der verwies auf den zurzeit allein zuschussfähigen, am 1. August beginnenden Bau einer barrierefreien Rampe sowie Vandalismus und Störungsanfälligkeit von Aufzügen, etwa in Grötzingen, die diese immer wieder unbenutzbar machten. Die Rampe sei unzumutbar lang und weise ein Gefälle von sechs Metern auf, zuviel für Rollstuhlfahrer, Rollatorenbenutzende und Eltern mit Kinderwagen, so die Bürgerschaft.

Karin Wiedemann (CDU) und Lüppo Cramer (KULT) erinnerten an die bald 40 Jahre währende Diskussion und daran, dass Aufzüge, die für die Kombilösung auch in Kaiserstraße und Ettlinger Straße geplant seien, woanders durchaus funktionierten. Nochmals Rampe und Fahrstuhl mit dem Behindertenbeirat prüfen lassen und das Anliegen wie alle anderen Rednerinnen und Redner ernst nehmen wollten Hans Pfalzgraf (SPD), Thomas Hock (FDP) und Jürgen Wenzel (FW).

Den Verweis in Sozial- und Planungsausschuss wegen der steilen Rampe und der problematischen Haltestelle am Westbahnhof verlangte Michael Borner (GRÜNE). OB Mentrup machte klar, dass es bei der U-Bahn in der Kaiserstraße neben den Rolltreppen und Fahrstühlen keine Rampen gebe. Beschließe der Gemeinderat den beantragten Fahrstuhl, gebe es keine Zuschüsse. Er wolle das Ganze von den Verkehrsbetrieben aber nochmal prüfen lassen. Den Fraktionen stehe es frei, weitere Anträge in das Plenum einzubringen. -cal-

 
 

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