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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Gemeinderat: Es geht auch ohne

DAS SOPHIEN-CARRÉE um die Bonifatiuskirche soll verdichtet und aufgewertet werden. Drei Bauträger haben sich mit der Stadt geeinigt. Foto: Fränkle

DAS SOPHIEN-CARRÉE um die Bonifatiuskirche soll verdichtet und aufgewertet werden. Drei Bauträger haben sich mit der Stadt geeinigt. Foto: Fränkle

 

Kein Bebauungsplan für das Sophien-Carrée

Einen Bebauungsplan für das Sophien-Carrée zwischen Sophien-, Schiller-, Weinbrenner- und Körnerstraße forderte die KULT in einem Antrag. Der solle die Dichte im Quartier besser steuern, Grünstruktur - besonders im Südteil - erhalten und neue Grünflächen weiterentwickeln.

Keinen Anlass hierfür sah allerdings die Verwaltung und empfahl eine Ablehnung des Antrags, die das Gremium mit 37 Nein-Stimmen und acht Ja-Stimmen vollzog. Wie Lüppo Cramer für die Antragsteller ausführte, wünsche sich seine Fraktion vor allem, in Zukunft rechtzeitiger von der Stadtverwaltung informiert zu werden. „Dann hätte man vielleicht Grünflächen schonen können.“ Die Verwaltung sieht das Thema Grünhaushalt, zu dem auch die Grünen eine Anfrage eingereicht hatten, anders: Nach den zurzeit mit den Bauträgern ausgehandelten Plänen sei eine Verbesserung gegenüber dem jetzigen Zustand zu erwarten. Die Planungen seien hinsichtlich Baumschutz und Artenschutz überarbeitet worden, der Fokus liege auf einer zeitnahen Realisierung von Wohnraum unter Einhaltung der Belange von Klimaschutz und Klimaanpassung. „Das Sophien-Carrée ist ein Musterbeispiel, wie man es richtig macht“, betonte Baubürgermeister Michael Obert.

Positiv bewerteten die Antwort der Verwaltung CDU-Stadtrat Hermann Brenk und Tom Høyem (FDP), eine Ablehnung des KULT-Antrags drückte auch Michael Zeh für die SPD aus. Dr. Ute Leidig (GRÜNE) wünschte sich zwar mehr politische Mitsprache bei der Gestaltung des Gebiets, zeigte sich aber mit großen Teilen der Planung einverstanden. Dr. Paul Schmidt (AfD) äußerte Sorge über das Mikroklima nach der Bebauung und die Flächenversiegelung im Vorher-Nachher-Vergleich. Jürgen Wenzel (FW) betonte die Wichtigkeit von Nachverdichtung, über die man in Diskussion bleiben müsse. „Sie dürfen davon ausgehen, dass die Stadtverwaltung die Situation insgesamt mit einer städtebaulichen Qualifizierung verbessert“, unterstrich Obert abschließend. Info und Hintergründe: www.sophien-carree.de. -bea-

 
 

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