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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Gemeinderat: Es gibt kein Zurück

DEUTLICH AUFWENDIGER gestaltet sich die Modernisierung der Stadthalle. Die Arbeiten werden noch mindestens zwei Jahre andauern, ein genauer Zeitplan soll nach Möglichkeit im Herbst vorliegen. Foto: Fränkle

DEUTLICH AUFWENDIGER gestaltet sich die Modernisierung der Stadthalle. Die Arbeiten werden noch mindestens zwei Jahre andauern, ein genauer Zeitplan soll nach Möglichkeit im Herbst vorliegen. Foto: Fränkle

 

Stadthallensanierung soll 18 Millionen mehr kosten / Erhebliche Änderungen bei Planung und Leistung

Einstimmig und ohne Aussprache erklärte sich der Gemeinderat mit den nunmehr mit 76,41 Millionen Euro bezifferten Gesamtkosten für die Modernisierung der Stadthalle einverstanden. Im Doppelhaushalt 2017/2018 war noch von einem Gesamtaufwand von 58,130 Millionen ausgegangen worden.

„Die Modernisierung der Stadthalle hat einen anderen Verlauf genommen als zu erwarten war. Aber eigentlich haben wir keine Alternative“, wies OB Dr. Frank Mentrup auf erhebliche Änderungen im Planungs- und Leistungsumfang hin. Nach Einschätzung der Verwaltung waren die Abweichungen des Bestandsbauwerks von der Bestandsplanung 2016 ebenso wenig absehbar wie die vorhandene Schadstoffproblematik.

Im Wesentlichen resultiere die Steigerung der Baukosten aber aus den Bestandsdefiziten der Lüftungs- und Kälteanlagen, was den Einbau einer komplett neuen Anlage erforderlich mache. Außerdem seien seit der Schließung der Halle im Juni 2017 noch statisch relevante Defizite der Bausubstanz festgestellt worden. Am Ende könnten lediglich die Modernisierung der Foyers, Säle und Seminarräume sowie die Lichtplanung und die Erfüllung der Brandschutzauflagen innerhalb des Kostenrahmens von 2016 umgesetzt werden.

Um das Projekt nicht noch weiter in die Länge zu ziehen, soll die Ausführungsplanung nun zumindest bis September beendet sein und wenig später der Startschuss für die Sanierung fallen. „Wenn das klappt, kann die Sanierung Ende 2020 beendet sein“, sagte Mentrup. Allerdings habe die Stadtverwaltung bei den für die Planung verantwortlichen Architekten SSP und den Versorgungstechnik-Planern Kofler Energies einige Veränderungsvorschläge eingebracht und deshalb sei das Fertigstellungsdatum noch mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. In der Oktober-Sitzung will Mentrup dem Gemeinderat dann den endgültigen Terminplan vorstellen. -fis-

 
 

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