Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Kombilösung: Tempo ist gleichbleibend hoch

BAUORT KRIEGSSTRASSE O 1: Links geht es in der Ludwig-Erhard-Allee raus aus dem Tunnel, rechts hinein – und den Teil zwischendrin füllen die Kombi-Bauer bereits mit Erdreich auf. Foto: KASIG

BAUORT KRIEGSSTRASSE O 1: Links geht es in der Ludwig-Erhard-Allee raus aus dem Tunnel, rechts hinein – und den Teil zwischendrin füllen die Kombi-Bauer bereits mit Erdreich auf. Foto: KASIG

 

Im Teilprojekt Kriegsstraße startet Tunnelbau im dritten Baufeld

Das zweite Teilprojekt der Kombilösung – der Bau einer oberirdischen Straßenbahntrasse mit darunter liegendem Autotunnel in der Kriegsstraße – behält sein eingeschlagenes Tempo bei. Nach den im Rohbau weitgehend fertiggestellten ersten beiden Tunnelabschnitten starten jetzt die Arbeiten für den Bau des dritten Teils.

Im dafür eingerichteten sogenannten Baufeld W 3 laufen bereits die Kampfmittelsondierung und die Leitungserkundung. Dies soll Überraschungen ausschließen, wenn sich später die Bagger in das Erdreich hineingraben. Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung weiter mitteilt, beginnt parallel der Bau der Leitwand – sie gibt dem Schlitzwandgreifer, der den Boden für das Einbringen der Spundwände ausbaggert, die senkrechte Führung nach unten vor.

Gleich daneben sind die Kombi-Bauer bereits oben auf dem fertiggestellten Tunnelabschnitt am Werk. Sie verlegen in dem aufgefüllten Erdreich im Baufeld W 2 Strom- und Kommunikationsleitungen. Einen der beiden dort bisher benötigten großen Turmdrehkräne können sie bereits abbauen. Dazu wird am Sonntag, 29. Juli, die nach Westen führende Fahrbahn der Kriegsstraße zwischen Lammstraße und Ritterstraße gesperrt.

Großbohrer im Einsatz

Auch für das Baufeld O 1, in dem ebenfalls der Tunnelrohbau auf dem Weg zur Fertigstellung ist, bahnt sich ein solcher Abbautermin an. Der signalisiert dann gleichzeitig, dass die Arbeiten dort dem Ende zugehen. Im Bereich von O 1 wird am Sonntag, 5. August, die nach Osten - also stadtauswärts - führende Fahrbahn der Ludwig-Erhard-Allee gesperrt, um einen Kran zu demontieren. Ähnlich wie im Baufeld W 2 werden auch hier Leitungen über 11 der Tunneldecke verlegt – hier sind es Wasserrohre.

In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Adlerstraße und Ettlinger Tor arbeiten ununterbrochen zwei Großbohrgeräte auf der Südseite der Kriegsstraße, die die bis zu 20 Meter in den Erdboden reichenden überschnittenen Bohrpfähle für die Sicherung der Baugrube herstellen. Auf die Köpfe der Bohrpfähle werden außerdem „Kragarme“ aufbetoniert: Das sind laut KASIG Betonwinkel und -platten, auf die später der Autoverkehr gelegt werden kann, wenn darunter die Arbeiten am Tunnel stattfinden.

An der Einmündung der Kapellenstraße in die Kriegsstraße wird die neue und endgültige Verkehrsführung immer deutlicher sichtbar: Neben der asphaltierten Fahrbahn entstehen derzeit die Gehwege.

Nachdem oberirdisch das Ettlinger Tor vor einiger Zeit seine volle Funktion als Kreuzung für den Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr wieder erhalten hat, gehen darunter die Arbeiten an der letzten im Rohbau noch herzustellenden Haltestelle weiter. Danach ist der Rohbau des ersten Teilprojekts der Kombilösung endgültig abgeschlossen. Zuvor werden aber im Nordkopf noch einige wenige Innenwände entlang der Treppenaufgänge sowie Zwischen- und Technikdecken betoniert sowie die Bahnsteigkörper hergestellt.

Der Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels geht ebenfalls voran. In der Haltestelle Durlacher Tor montieren Arbeiter Aufzuganlagen und die Unterkonstruktion für die Wandverkleidung im Haltestellenbereich. -red-/-trö-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe