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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Kultur: In Ateliers und Läden

Kunstverein: Kulturelle Produktion in Karlsruhe

Anregungen, Austausch und Spaziergänge verordnet der Badische Kunstverein als Rezept gegen das Sommerloch und setzt sein Jubiläumsprogramm zum 200. Bestehen mit „49° – Kulturelle Produktion in Karlsruhe“ fort.

Die bis 16. September laufende Schau, eine Mischung aus Plattform, Recherche und Archiv sowie kultureller Stadtkarte, spiegelt die Vielfalt der Szene und fragt nach Bedingungen künstlerischer und kultureller Arbeit. Die begleitende Reihe „Mittwochs im Kunstverein“ gibt immer um 18 Uhr Gelegenheit, Themen zu vertiefen. Für 1. August steht ein Spaziergang zu Designläden und Designstudios in der Südstadt auf dem Plan. Treffpunkt ist der Hinterhof von „The Hunter“ (Winterstraße 44 b).

Am 8. August behandelt ein Workshop „Experimentelle Kalligrafie und Buchbinden“ (Anmeldung per E-Mail an workshop@badischer.kunstverein), eine Woche später fragt eine weitere Veranstaltung danach, wie Zivilcourage die Stadt verändert. Assistiert von „Slanted“ geht es am 22. August um die Entstehung eines Magazins. Und am 29. August führt eine Radtour von Plattenladen zu Plattenladen und endet mit einer Party und Electro-Improvisation im Kunstverein. Zentrale historische Figur und „konzeptuelle Referenz des Projekts“ zur Kulturproduktion in Karlsruhe ist Modeschöpferin Emmy Schoch, die mit ihren Kreationen Anfang des 20. Jahrhunderts die Frauenmode revolutionierte.

Ab 1938 betrieb sie in der Waldstraße 3 ein Atelier. In ihr verbänden sich Stadt- und Kunstvereinsgeschichte, heißt es dazu im Pressetext. Zugleich verdeutliche sich in Schochs Zielstrebigkeit, „die sich aller Restriktionen entledigende Reformmode international zu vermarkten“, ein „avantgardistisch-revolutionäres Potenzial“, mit dem sich „das Jubiläumsprogramm und speziell diese Schau“ identifiziere. Offen ist der Kunstverein dienstags bis freitags von 11 bis 19 Uhr, wochenends bis 17 Uhr. -red-/-maf-

 
 

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