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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Juli 2018

Neues Finanzamt: Zeitkapsel gefüllt

DIE ZEITKAPSEL betonieren ein (v.l.): OB Mentrup, Staatssekretärin Splett, der künftige Hausherr,  Dr. Joachim Caldus, Oberfinanzpräsidentin Heck und Bauchefin Orth. Foto: Fränkle

DIE ZEITKAPSEL betonieren ein (v.l.): OB Mentrup, Staatssekretärin Splett, der künftige Hausherr, Dr. Joachim Caldus, Oberfinanzpräsidentin Heck und Bauchefin Orth. Foto: Fränkle

 

Start für den Neubau des Finanzamts an Durlacher Allee hinter Polizeipräsidium

Steuern zahlen soll Spaß machen und der Beamtenschaft ihre Arbeit auch: im neuen Finanzamt an der Durlacher Allee 29. Hinter dem Polizeipräsidium versenkte nun ein ausgesuchter Kreis in der Grundstein-Betonkiste eine kupferne Zeitkapsel mit Urkunde, Seife, Weinflasche, BNN, Plänen, Münzen und (CD-) Akten für den 25-Millionen-Euro Bau.

Fertig sein soll das Haus für das Karlsruher Amt mit ansprechendem Kundenzentrum (das Durlacher folgt anschließend daneben) Ende 2019, legte die Karlsruher Chefin von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Ursula Orth, die Messlatte hoch. Damit nichts schief geht, hat das Land zudem 1,8 Millionen Euro als Risikovorsorge eingeplant, verriet Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett.

Belasten wird der Bau das Land kaum, denn der Verkauf des jetzigen Domizils am Schlossplatz spült 24 Millionen in die Kasse. Den Wettbewerb für  das sechsgeschossige, künftig cremeweiß erstrahlende, 6.300 Quadratmeter große Betongebäude inklusive Energie- und Klimakonzept gewann das Stuttgarter Büro Wittfoth nach einem Vergabeverfahren mit mehreren Teilnehmenden. Auf moderne, digitale Arbeitsplätze für die 300 Mitarbeitenden samt 45 Auszubildenden freut sich Oberfinanzpräsidentin Andrea Heck.

Sanierungsbedürftig und nicht auf digitale Arbeitsabläufe ausgerichtet sei der Zirkelbau. Sitzen dort zwei Bedienstete in einem Zimmer, auf drei Seiten umgeben von Hängeregistraturen und in Aktenbergen versinkend, sollen künftig Teams von sechs bis acht Personen mit jeweils zwei Bildschirmen papierlos und flexibel, auch bei Teilzeit- und Telearbeit und in Urlaubszeiten in hellen Räumen bei der Arbeit „Luft zum Atmen haben“. Die Akten wandern in ein Zentrallager. OB Dr. Frank Mentrup verwies auf den fünfjährigen Vorbereitungsprozess mit schwieriger Standortsuche und die jetzt mögliche, gelungene Nachverdichtung. -cal-

 
 

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