Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. August 2018

Veranstaltung: Schilder-Kult mit Rekord

Schilder ohne Ende: Flohmarkt-Initiator Gunther Lott (M.) mit Sammlern aus Hannover (l.) und Rheinau im Ortenaukreis (r.). Foto: Knopf

Schilder ohne Ende: Flohmarkt-Initiator Gunther Lott (M.) mit Sammlern aus Hannover (l.) und Rheinau im Ortenaukreis (r.). Foto: Knopf

 

Erlös von 24.000 Euro als Spende für Kinderprojekte

Längst zu einer Kultveranstaltung mit enormer Reichweite hat sich der Schilderflohmarkt des städtischen Tiefbauamts entwickelt. Alle zwei Jahre werden ausrangierte Original-Verkehrsschilder feilgeboten. Das lockt mittlerweile die Sammlerszene aus ganz Süddeutschland. Die Kfz-Kennzeichen vor dem Betriebshof am Samstag in Mühlburg sprachen Bände. Offenburg, Baden-Baden, Stuttgart oder München war dort zu lesen.

"Den weitesten Weg hatte ein Hamburger. Schon vor Öffnung standen 100 Personen an", berichtete Gunther Lott, Sachgebietsleiter Verkehrslenkung des Tiefbauamts. Lott initiierte 1999 den ungewöhnlichen Markt. Das Karlsruher Tiefbauamt ist das einzige bundesweit, das einen solchen Flohmarkt organisiert - ehrenamtlich im Übrigen. Die eingenommene Summe kommt Kinderprojekten in der Fächerstadt zugute. Beim jüngsten Markt kam die Rekordsumme von 24.000 Euro zusammen. "Damit konnten wir über die Jahre mehr als 100.000 Euro an Kinderprojekte ausschütten", berichtete Lott, für den es offiziell der letzte Flohmarkt war. Vor dem nächsten geht er in Pension. Aber dass Lott auch künftig dem Schilderflohmarkt und den freiwilligen Helfern erhalten bleibt, scheint ausgemacht.

Derweil deckten sich Besucherinnen und Besucher in langen Schlangen mit Baustellen-, Radfahrer- oder Stoppschildern ein. Eigens hergestellte Schilder wie "Vorsicht Elefant", "Vorsicht Dromedar" fanden reißenden Absatz, ebenso emaillierte Straßenschilder oder Ampeln, während etwa das ZDF Interviews führte. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe