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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. August 2018

Verkehr: Aufgabe der Trasse für Nordtangente

Regionalplanung an Bundesverkehrswegeplan angepasst / Parallelbrücke fällt auch weg

Mehrheitlich beschlossen die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO) vorige Woche im Karlsruher Rathaus, sowohl die Freihaltetrasse für die Nordtangente als auch für eine Parallelbrücke zur vorhandenen Rheinbrücke aufzugeben. Künftig sollen im Regionalplan und der dazugehörigen Raumnutzungskarte lediglich die nördlich des jetzigen Rheinübergangs geplante zweite Rheinbrücke und die damit verbundene Querspange an die Bundesstraße 36 dargestellt werden.

Nachdem sich vor zwei Jahren der Bund bereits vom Plan einer durchgehenden Trasse im Norden von Karlsruhe verabschiedet und diese nicht mehr in den neuen "Bundesverkehrswegeplan 2030" übernommen hatte, beantragte die Stadt Karlsruhe ursprünglich beim Regionalverband lediglich die Herausnahme der Nordtangente aus den regionalen Planungen. Daraufhin hatte sich der RVMO-Planungsausschuss dafür ausgesprochen, weitergehend ebenso die nicht mehr im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Trasse für eine Parallel-Rheinbrücke zu streichen. Die Verwaltung des Regionalverbands hatte zuletzt auf Wunsch des Planungsausschusses rund 30 Träger öffentlicher Belange um Stellungnahme zu diesem Sachverhalt gebeten. Die Ergebnisse entsprachen überwiegend der nun gefassten Entscheidung.

"Mit dem Beschluss besteht jetzt Klarheit, dass die planfestgestellte Brückenvariante die Lösung für die Rheinquerung ist, so wie sie der Bundesverkehrswegeplan vorgibt. Die Parallelbrücke hat keinen Bauträger und findet sich deshalb nicht im Regionalplan", so der RVMO-Vorsitzende, Karlsruhes Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Bei den Planungen für die Querspange an die B36 hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe zuletzt ein Scoping-Verfahren gestartet. -fis-

 
 

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