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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

IQ-Leitprojekt: Stadt modernisiert Bürgerservice

Beratung von Spezialisten: Dr. Albert Käuflein (l.) und Dr. Björn Weiße (r.) informieren sich im Servicezentrum Auto und Verkehr. Foto: Fränkle

Beratung von Spezialisten: Dr. Albert Käuflein (l.) und Dr. Björn Weiße (r.) informieren sich im Servicezentrum Auto und Verkehr. Foto: Fränkle

Moderne Verwaltung

Moderne Verwaltung

 

Positive Zwischenbilanz / Neuausrichtung der Verwaltung hin zur Digitalisierung

Anlaufstelle "Auto und Verkehr" bündelt Dienste zum Thema

Seit einem Jahr bündelt das Servicezentrum Auto und Verkehr des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) sämtliche Dienste zum Thema. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein und OA-Leiter Dr. Björn Weiße zogen jetzt vor den Medien eine positive Zwischenbilanz über die Anlaufstelle in der Steinhäuserstraße.

Seit Sommer 2017 erhalten Bürgerinnen und Bürger in der unter einem gemeinsamen Dach mit dem ADAC untergebrachten Servicestelle die jeweils benötigten Leistungen der gesamten Palette. Und die reicht von Kfz-Zulassung über Führerschein bis hin zu Bewohnerparkausweis. Reisepässe oder sonstige Ausweispapiere gibt es dort allerdings keine mehr, die müssen die Karlsruherinnen und Karlsruher in den Bürgerbüros Kaiserallee 8, Mitte oder Ost beantragen. Umgekehrt bieten diese drei Anlaufstellen keine Kfz-Zulassung mehr an. Fahrzeuge werden allerdings noch in den Bürgerbüros der Ortsverwaltungen und im Stadtamt Durlach zugelassen, das nach wie vor auf Rundumservice setzt.

"Auto und Verkehr" in der Steinhäuserstraße bezeichnete Käuflein im Pressegespräch vor Ort als "äußerst erfolgreiches Angebot". Die Konzentration bringt mehrere Vorteile mit sich. Schafft effizientere Strukturen und "bündelt die Kompetenz an einem Standort", meinte Weiße damit vor allem die Experten, die im sogenannten Back-Office "Lösungen auch in hochkomplizierten Fällen erarbeiten". Ohnehin werde sich die Arbeit der Bürgerbüros in Zukunft mehr und mehr vom Front-Office in Richtung Back-Office verschieben. Käuflein: "Wir werden den Bürgerservice grundsätzlich neu aufstellen." Der Einsatz des Personals werde sich ändern, die Zahl der Ansprechpartner an den Schaltern sinken, dafür die der Spezialisten für komplexe Anliegen hinter den Kulissen ansteigen. "Die Verfahren werden sich zunehmend digitalisieren, die Daten weiter vernetzen", kündigte Weiße bis 2022 rein automatisierte Abwicklungen bei Standards wie etwa dem Bewohnerparkausweis an.

Mittelfristig fährt die Stadt einen dreigleisigen Bürgerservice, um den Bedürfnissen aller Bevölkerungsgruppen gerecht zu werden. Der Ansprechpartner vor Ort verschwindet nicht, er ist vor allem für die Gruppe der über 60-Jährigen da, die mit Digitalisierung wenig oder nichts am Hut haben. Und für die zweite Gruppe, die der 40- bis 60-Jährigen, die sich zwar online über Service, Zeiten und Termine informieren, die 115 anrufen, aber zur Erledigung dann doch auf das persönliche Gespräch setzen. Paradebeispiel der dritten Gruppe, deren Anliegen bedient werden sollen, ist der 20-jährige Student, der ganz und gar nicht "aufs Amt", sondern alle Behördengänge digital über sein Smartphone erledigen will.

Ohnehin "modernisiert sich die Stadtverwaltung in Gänze in Richtung Digitalisierung", erinnerte Käuflein beim Pressegespräch an die Ziele des von ihm verantworteten IQ-Korridors "Moderne Verwaltung". Neben der Neukonzeption des Bürgerservices gehören dazu die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse insgesamt, ein neues Erscheinungsbild für die Stadt-Homepage karlsruhe.de oder auch das digitale Portal der Bürgerbeteiligung. -trö-

 
 

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