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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

Wirtschaft: Raumfabrik als Jobmaschine

Raumfabrik: Geschäftsführer Klaus Ochs informierte Staatssekretärin Katrin Schütz (Mitte) am Modell über die Ausbaupläne. Foto: Fränkle

Raumfabrik: Geschäftsführer Klaus Ochs informierte Staatssekretärin Katrin Schütz (Mitte) am Modell über die Ausbaupläne. Foto: Fränkle

 

Wo in Durlach einst Gritzner- und später Pfaff-Nähmaschinen produziert wurden, bietet heute die Raumfabrik auf 30.000 Quadratmetern Platz für eine bunte Palette innovativer Unternehmen.

Zurzeit läuft der Ausbau für weitere 24.000 Quadratmeter auf dem gegenüberliegenden Gelände, wo einst die Erfolgsgeschichte von web.de begann. Die Flächen am Standort sind gefragt, auch bei bereits ansässigen Firmen, die hier weiter expandieren können.

"Es ist immer wieder spannend, wie vielfältig in Baden-Württemberg die Landschaft an Vorzeigeunternehmen ist, und welche außergewöhnliche Firmen gerade in der TechnologieRegion Karlsruhe ansässig sind", zeigte sich Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz bei einem Besuch vorige Woche beeindruckt. Raumfabrik-Geschäftsführer Klaus Ochs hatte für den Rundgang, an dem auch die Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Durlachs Ortsvorsteherin Alexandra Ries und die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Anke Karman-Woessner, teilnahmen, drei Firmen für einen Zwischenstopp ausgesucht.

"Visteon ist einer der weltweit fünf größten Automobilzulieferer", stellte Geschäftsführer Jens Tillner das Unternehmen vor, das bereits seit 2004 in der Raumfabrik seinen Sitz hat. Allein in den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten von 230 auf 470 an. Nicht zuletzt das "aktive Umfeld und die Fokussierung auf das autonome Fahren" war für Visteon ausschlaggebend, neben Shanghai und Detroit ein drittes globales Technologiezentrum in Karlsruhe aufzubauen. Woran es lediglich hake, seien Fachkräfte. Ein Problem das sich durchzieht und nicht nur auf den Ingenieursbereich beschränkt, wie Dieter Kettermann, Geschäftsführer der Telemaxx Kommunikation berichtete. Das 1999 gegründete Unternehmen, das heute rund 100 Beschäftige hat, gehört zu den zehn größten Rechenzentrumsbetreibern in Deutschland und sucht IT-Spezialisten, Handwerker und Auszubildende, aber "der Markt ist leergefegt". Dabei seien die Zukunftsaussichten des Unternehmens allein schon in Sachen Breitbandausbau und der nächsten Mobilfunkgeneration ausgezeichnet. Mit besonderer Architektur, toller Raumausstattung und dem guten Umfeld sieht dagegen Regionalmanager Peter Weickenmeier die Chancen gut, dass die Cancom SE die Beschäftigtenzahl am Standort Karlsruhe von 35 auf 100 Arbeitsplätze aufstocken kann. Schließlich könne der IT-Dienstleister bei den Einstellungsgesprächen in Karlsruhe besonders mit vielen weichen Standortfaktoren punkten. -fis-

 
 

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