Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 10. August 2018

Zoo: Zucht beabsichtigt

Artenschutz als Leitgedanke: Mit Tieren, die aus hiesigen Populationen stammen, wird der Zoo in die Zucht einsteigen. Die vier Erst-Bewohner der Anlage sind Leihgaben aus Landau. Foto: Fränkle

Artenschutz als Leitgedanke: Mit Tieren, die aus hiesigen Populationen stammen, wird der Zoo in die Zucht einsteigen. Die vier Erst-Bewohner der Anlage sind Leihgaben aus Landau. Foto: Fränkle

 

Sumpfschildkröte: Neues Biotop mit Edeka-Unterstützung

Abtauchen. Kaum hatten Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, Dickhäuter-Revierleiter Robert Scholz sowie Jürgen Mäder und Michaela Meyer (Geschäftsführer und Nachhaltigkeitsbeauftragte von Edeka Südwest) die vier Europäischen Sumpfschildkröten in ihr neues Zuhause am Dickhäuterhaus eingesetzt, waren sie erst mal weg.

Obwohl: So ein Baumstamm zum Sonnen ist auch nicht schlecht - weshalb ein Reptil kurz darauf dort ein erstes Sonnenbad einnahm. Ihre neue Heimat im Zoo Karlsruhe - Teich mit begrüntem Ufer und einer aufgesetzten Mauer als Abgrenzung - haben die Tiere Edeka Südwest zu verdanken. Ihre Vorfahren lebten bis ins Mittelalter hinein auch am Oberrhein, wurden jedoch zu Speisezwecken bejagt und auf Märkten als Fastenfleisch verkauft. Die Zerstörung des Lebensraums kam hinzu, weshalb die Tiere in Südwestdeutschland ausgerottet wurden. Nun möchte der Zoo in die Zucht einsteigen.

Dank des Engagements von Edeka konnte ein Großteil der Kosten für das neue Biotop am Dickhäuterhaus finanziert werden. Durch den Verkauf regionaler Kräuter sei das Geld generiert worden, informierte Mäder über die Biotop-Initiative des Unternehmens. Nur noch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gebe es natürliche Bestände der einzigen in Deutschland vorkommenden Schildkrötenart, so Reinschmidt. Ohne Wiederauswilderung seien diese nicht zu halten - auch weil die Tiere von Fuchs, Dachs und eingeschlepptem Waschbär gefressen werden. Daher setzt sich der Zoo für die Nachzucht und spätere Wiederansiedelung ein. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe