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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. August 2018

Go Karlsruhe: Smiley sagt Danke

UMSICHT RADFAHRENDER ist in der City-Fußgängerzone rund um den Ludwigsplatz gefragt. Dialog-Displays sollen helfen. Foto: HsKA

UMSICHT RADFAHRENDER ist in der City-Fußgängerzone rund um den Ludwigsplatz gefragt. Dialog-Displays sollen helfen. Foto: HsKA

 

„GO Karlsruhe“ am Ludwigsplatz zeigt Tempo der Radler an

Das Forschungsprojekt „GO Karlsruhe“ hat in der Fußgängerzone rund um den Ludwigsplatz begonnen. Das Reallabor der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA) macht seit voriger Woche Radfahrer mit sogenannten Dialog-Displays auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam und fordert bei entsprechender Überschreitung zu einer Tempo-Reduzierung auf.

Vorangegangen war eine Erhebung der Stimmungslage per Abstimmungstafel für Fußgänger. Hintergrund: In Teilen der Wald- und Erbprinzenstraße, die als Fußgängerzone ausgewiesen sind, ist es Radfahrern gestattet, diese zu befahren. Sie sollten dabei jedoch Schritttempo fahren und so Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Dass dies nicht immer der Fall ist, wurde von Bürgern auffällig häufig über die „GO-Karlsruhe“-App gemeldet.

Um ein besseres Miteinander zwischen Fußgängern und Radfahrern in der betreffenden Fußgängerzone zu erreichen, wurden nun als erster Schritt des Realexperiments insgesamt drei Dialog-Displays installiert. Diese messen die Geschwindigkeit der herannahenden Radler und bei Einhaltung der Geschwindigkeit wird ein grüner, lachender Smiley mit der Textausgabe „Danke“ als Rückmeldung angezeigt. Wird die Geschwindigkeit überschritten, erscheint ein roter, trauriger Smiley samt Wortlaut „Bitte langsam“. Die Dialog-Displays, die bisher nur zur Geschwindigkeitsmessung von Kfz zum Einsatz kamen, wurden gestalterisch an die Situation in der Fußgängerzone angepasst, damit sich Radfahrer auch angesprochen fühlen.

Ziel ist, Radfahrer auf ihre erhöhte Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und zu einem rücksichtsvolleren Verhalten gegenüber den Fußgängern anzuhalten. Die Dialog-Displays bleiben für einige Wochen in der Fußgängerzone. Im Laufe des Realexperiments erhalten wiederum Fußgänger die Möglichkeit, die Wirkung der Maßnahme zu bewerten. Das erste Realexperiment startete im April dieses Jahres im Stadtteil Knielingen mit zehn vorübergehend fußgängerfreundlich umgestalteten Kreuzungen. In Kurvenbereichen wurden die Gehwege für bessere Sicht verbreitert.

In den kommenden Wochen folgen weitere Realexperimente unter anderem am Mendelssohnplatz sowie am Mühlburger Tor. Das Reallabor „GO Karlsruhe“, bei dem die Stadt in enger Kooperation mit der HsKA mitwirkt, gehört zu den 14 Reallaboren, die vom Landeswissenschaftsministerium gefördert werden. Mehr Info auf www.imm.hs-karlsruhe.de/gokarlsruhe. -rie-

 
 

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