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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. August 2018

Radschnellwege: Gebremste Euphorie

Mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger nahmen an vier Veranstaltungen und zwei Radtouren teil, zu denen der Regionalverband Mittlerer Oberrhein eingeladen hatte, um frühzeitig in den Dialog über zukunftsweisende Radschnellwege in der Region zu kommen.

Darüber informierte Verbandsdirektor Gerd Hager die Mitglieder der Verbands-versammlung im Karlsruher Rat-haus. Den Austausch mit den Bürgern wertete Uwe Petry, Geschäftsführer des Planungsbüros VAR+, als besonders wertvoll für die Studie, die zurzeit im Auftrag des Regionalverbandes erstellt wird. Im nächsten Arbeitsschritt sollen die Träger öffentlicher Belange zu den erarbeiteten Variantenvorschlägen angehört werden. Bis zum Jahresende soll dann eine Nutzen-Kosten-Analyse zu den Streckenvarianten vorliegen. Weiterhin offen sei laut Regionalverband, wer die Baulast und somit die Kosten für die Planung, den Bau und die Instandhaltung der Radschnellwege übernimmt.

Die Radschnellwege sollen den interkommunalen Radverkehr auf Entfernungen zwischen fünf und dreißig Kilometern attraktiver machen, wobei die Breite der kreuzungsfreien Komforttrassen für den Radverkehr nach den Qualitätsstandards des Landes zwischen drei Metern in eine Richtung und vier Metern im Zweirichtungsradverkehr vorgesehen ist. Neben der ungeklärten Frage der Bauträger- und Wegebaulast wurden aus den Reihen der Verbandsversammlung einige Hürden vor der Realisation der Radschnellwege in der Region gesehen.

So müsse Ausbau vor Neubau gehen, müssten Schutzgebiete und Nutzungen berücksichtigt, die Wünsche der Bürgerschaft ernst genommen und vielleicht auch die Kriterien mit Blick auf den Flächenverbrauch überdacht werden. „Wir müssen erst einmal abwarten was machbar ist“, sicherte der Vorsitzende der Verbandsversammlung und Landrat des Kreises Karlsruhe, Dr. Christoph Schnaudigel, zu, die Gremien des Regionalverbands über die Erkenntnisse aus der Machbarkeitsstudie weiter auf dem Laufenden zu halten. -fis-

 
 

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