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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. August 2018

Sanierung der Rheinbrücke: Erneuter Zeitaufschub

EINSATZBEREIT: Die Probeplatte ist angelegt, der Betonfertiger steht parat, es fehlt nur noch die richtige Betonrezeptur. Foto: Fischer

EINSATZBEREIT: Die Probeplatte ist angelegt, der Betonfertiger steht parat, es fehlt nur noch die richtige Betonrezeptur. Foto: Fischer

 

Sanierungsbeginn nicht vor Oktober / Qualitätsanforderungen noch nicht erfüllt

Anfang September sollte eigentlich mit der „Ertüchtigung“ der Rheinbrücke Maxau begonnen werden. Auch dieser Termin kann nicht gehalten werden. Wie das Regierungspräsidium vorige Woche informierte, konnten die beauftragten Baufirmen bisher nicht die Qualitätsanforderungen für den hochfesten Spezialbeton erfüllen, der erstmals in Deutschland bei einem Brückenprojekt in dieser Größenordnung zum Einsatz kommen soll.

„Wir sind nach wie vor überzeugt vom Verfahren, aber die Qualität geht eben einmal vor der Schnelligkeit“, erläuterte Jürgen Skarke, Leiter der Abteilung Straßenwesen und Verkehr beim Regierungspräsidium. Es bringe nichts, Zeit zu sparen und später Probleme zu bekommen. „Bei den bisherigen Versuchen ist es nicht gelungen, die gewünschte Verdichtung zu erreichen. Es gibt noch Poren und Luftlöcher, die sich später ausweiten könnten“, erklärte Referatsleiter Jürgen Genthner den Stand der Dinge.

Bei der Druckfestigkeit fehlen nach seinen Angaben noch „etwa 15 Prozent“ bevor die 200 Quadratmeter große Probeplatte betoniert werden kann, die den letzter Qualitätsnachweis vor endgültigem Baubeginn darstellt und allein rund eine halbe Million der elf Millionen Euro teuren Gesamtbaumaßnahme kosten soll. Die übrigen Vorarbeiten zur Baustelleneinrichtung wurden planmäßig durchgeführt. Unter der Rheinbrücke ist in einem Bauzelt beim Yachthafen auch bereits die Probeplatte mit der Grundbeschichtung und Stahlbewehrung angelegt, der Betonfertiger wartet auf seinen Einsatz. Nach dem neuen Zeitplan soll die Probeplatte Ende September betoniert werden.

Dann braucht es rund 28 Tage Ruhezeit um danach die Festigkeitsprüfungen durchzuführen. Sollten diese positiv ausfallen, wäre der Baubeginn Ende Oktober. Eine erfreuliche Nachricht hatte das Regierungspräsidium auch parat: Wie zuletzt vorgesehen, sollen die Bauarbeiten Ende 2019 abgeschlossen sein. Möglich sei das, weil die beauftragten Firmen auf die ursprünglich für Januar und Februar vorgesehene Baupause verzichten. Die insgesamt 8.000 Quadratmeter große Betonierfläche wird in vier Ab-schnitten eingebaut. Jeweils an zwei Wochenenden im Januar und im Juli wird die Brücke voll gesperrt. Über Einzelheiten der Sanierung informiert das Regierungspräsidium auf rp-karlsruhe.de. -fis-

 
 

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