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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. August 2018

Umweltausschuss: Baumschutz und Biodiversität

Informiert wurde der Umweltausschuss über Möglichkeiten und Grenzen des Baumschutzes. Die entsprechende städtische Satzung bietet Bürgermeister Klaus Stapf zufolge „im Vergleich zu anderen Städten überdurchschnittlichen Schutz, auch wenn wir uns oft wünschen, mehr Bäume erhalten zu können“, was auch das Gremium so bewertete.

Jährlich werden 2200 Fällanträge unabhängig von einer Baumaßnahme gestellt. Bei rund einem Drittel folgt eine fachliche Beratung, bei etwa neun Prozent die Ablehnung und bei 58 die Fällgenehmigung. Davor liegen immer diverse Prüfungen und Abwägungen, die sich die Beschäftigten des Gartenbauamts (GBA), auch fachlich und rechtlich hinsichtlich der Abwehr von Personen- und Sachschäden, bei keiner Fällgenehmigung leicht machen. Entscheidend sind fachlich begründete Baumschäden, nicht Schönheit oder Vitalität.

Enge Grenzen für den Baumschutz gibt es im Bauplanungsrecht. Die Baumschutzsatzung greift etwa bei der Überschreitung von Grundflächen oder Baufenstern in Bebauungsplänen oder wenn Bauherren durch Baumerhalt kein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Sie wirkt aber größtenteils im Vorfeld, indem der Baumerhalt schon bei Planungen berücksichtigt wird.

Nach Anträgen von Grünen, KULT und SPD zu Maßnahmen für intakte Vogel- und Insektenwelt hat die Verwaltung einen Maßnahmenkatalog zugesagt. Um Mahdflächen (das GBA betreut rund 600 Hektar, das Liegenschaftsamt 330) optimal zu betreuen, bedarf es weiterer Mittel. Empfohlen wird, die Aufnahmemahd (Abräumen des Gemähten) sukzessive zu erhöhen, um Flächen, die Sparzwang zum Opfer fielen, zurück zu entwickeln. -cal-

 
 

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