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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. September 2018

Zoologischer Stadtgarten: Nachhaltig handeln

NACHHALTIGKEIT UND ARTENSCHUTZ: Mehr als 8.000 Besucher kamen zum Aktionstag in den Zoologischen Stadtgarten. Foto: Setzler

NACHHALTIGKEIT UND ARTENSCHUTZ: Mehr als 8.000 Besucher kamen zum Aktionstag in den Zoologischen Stadtgarten. Foto: Setzler

 

Der zweite Artenschutztag im Zoo fand breite Resonanz

Um den Schutz bedrohter Tiere geht es im Karlsruher Zoo das ganze Jahr über. Beim Artenschutztag am vergangenen Sonntag gab es dazu für die Besucher noch jede Menge Extra-Infos zu gefährdeten Tierarten und Lebensräumen.

Und die kamen in Scharen: Nach Angaben des Zoos waren es den Tag über insgesamt mehr als 8.000. Am Stand der Hobby-Imker etwa erfuhren diese, dass auch Bienen krank werden können und deshalb dunkle Stellen am Wachs vorsichtshalber aus dem Bienenkasten entfernt werden. Nebenan beim Liegenschaftsamt schüttelten Kinder Dosen mit verschiedenen Kernen und rieten, ob sie von Kirsche, Mirabelle oder eher vom Apfel stammen könnten. Spielerisch aufbereitet waren fast alle Inhalte an den 25 weißen Zelt-Ständen, die auf dem ganzen Zoo-Gelände verteilt standen. So gab es beim Schülerlabor ein spannendes Insektenquiz, wie sich Wasserkastanie oder Kreuzkröte anfühlt, konnten Interessierte in den Tastkästen des Naturschutzzentrums Rappenwört erfahren.

„Was ist das?“, fragte ein Junge beim Blick auf die „Grüne Weinbox“ am Stand des Botanischen Instituts des KIT. „Das ist Wein aus wilden Weinreben, die musste man vorher nicht spritzen“, lautete die Antwort des Experten. Auch der Zoo selbst präsentierte sein Wissen über Flora und Fauna. Gleich an Stand Nummer 1 hinter dem Südeingang stellte er seine Artenschutzstiftung vor, die sich unter anderem um die Erhaltungszucht der Säbelantilope kümmert, die in der Natur bereits ausgestorben ist. Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz informierte über die Scharnier-Schildkröte, die 2018 zum Zootier des Jahres gewählt wurde.

Auch für Nachhaltigkeit im Leben der Menschen war Zeit und Platz bei dieser zweiten Ausgabe des Artenschutztags: In einem Jahreskalender mit einem Fach für jeden Tag sammelte das Umweltamt Spenden für Entwicklungsländer wie Guatemala und Malawi. „Wer einen Euro in den Kalender steckt, finanziert an diesem Tag Essen und Schulbildung für ein Kind“, erklärte ein Mitarbeiter. -nin-

 
 

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