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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. September 2018

Gemeinderat: Mehr Anreize setzen

Förderrichtlinie für private Modernisierung überarbeitet

Die Stadt hat ihre Richtlinien zur Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen in Sanierungsgebieten zum 1. Oktober angepasst. Die Fördersätze wurden vereinheitlicht, ergänzt und insgesamt vereinfacht. Ziel ist, stärkere Anreize für privates Engagement in die eigene Immobilie zu setzen.

Die aus der Praxis kommenden Änderungen lobte der Gemeinderat ausdrücklich. Auch die Grünen unterstützen die meisten Punkte der Anpassung, so Stadtrat Johannes Honné. Da aber künftig für Gebäude mit Baujahr 1959 und älter (keine Stellplatzverpflichtung) die erstmalige Herstellung von Stellplätzen auf privatem Grund förderfähig ist und ihr Antrag auf Herausnahme erfolglos war, enthielten sie sich der Stimme – wie Die Linke und KULT. Von den Stadträten Tom Høyem (FDP) und Jürgen Wenzel (FW) positiv hervorgehoben wurde, dass nun auch Gewerbe bis maximal 200 Quadratmeter berücksichtigt wird. Wie für Wohnraum gilt, dass die Förderung für alle Gebäude möglich ist, die bis Baujahr 1994 errichtet wurden.

Zuschuss Obergrenze ist jeweils bei 60.000 Euro (bei Wohnraum bis drei Wohneinheiten, jede weitere Wohneinheit 20.000 Euro). Der Zuschuss beträgt künftig einheitlich 35 Prozent der förderfähigen Maßnahmen, unabhängig vom Erreichungsgrad verschiedener Effizienzhaus-Level bei der Modernisierung. Das sei der richtige Weg und es ohnehin schwierig, Private zu mobilisieren, betonten die Stadträte Tilman Pfannkuch (CDU) und Michael Zeh (SPD). Sie in Sanierungsgebieten mitzunehmen, sei enorm wichtig. Auch AfD-Stadtrat Dr. Paul Schmidt begrüßt den mit der neuen Richtlinie einhergehenden Bürokratieabbau. Die bisherige Mietpreisbindung auf zehn Jahre ab Zuschuss von 40.000 Euro bleibt bestehen. Künftig entfällt die Beschränkung auf „angemessene Wohnungsgröße“ bei Eigennutzung. -rie-

 
 

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