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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. September 2018

IKEA: Elch will in zwei Jahren starten

FESTAKT: Ein Glas mit Zeitdokumenten zementierten  Gerd Hager, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Frank Mentrup, Sven Rau (IKEA) und Johannes Ferber (v. l.) in den Grundstein. Foto: MMG

FESTAKT: Ein Glas mit Zeitdokumenten zementierten Gerd Hager, Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Frank Mentrup, Sven Rau (IKEA) und Johannes Ferber (v. l.) in den Grundstein. Foto: MMG

 

Grundstein gelegt für IKEA-Neubau / Möbelriese trägt zu ökologischer Entwicklung bei

Der schwedische Elch marschiert jetzt schnurstracks auf Karlsruhe zu. In zwei Jahren will der Möbelriese sein neues Einrichtungshaus an der Durlacher Allee eröffnen. Und erfüllt sich dann im Sommer 2020 einen schon lange gehegten Wunsch. „Wir wollten schon immer nach Karlsruhe“, betonte Johannes Ferber, bei IKEA Deutschland für Immobilien und Expansion zuständig, in der vergangenen Woche bei der Grundsteinlegung.

Insgesamt investiert das Unternehmen, das 355 Einrichtungshäuser in 29 Ländern betreibt, in den „sehr attraktiven Standort Karlsruhe“, so Ferber, 80 Millionen Euro und will etwa 200 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die mit zahlreichen Hindernissen gespickte Vorgeschichte bis zum grünen Licht für das 54. Einrichtungshaus von IKEA in der Bundesrepublik ließ der Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, Prof. Dr. Gerd Hager, vor den Gästen der Grundsteinlegung nochmals Revue passieren, erinnerte an die Episode mit der „Rastatter Kurve“ und konstatierte dem Elch auch „hervorragende Qualitäten als Hürdenläufer“.

Er sei davon überzeugt, dass die Ansiedlung von IKEA „die Anziehungskraft von Karlsruhe auf die Region noch weiter verstärkt“, freute sich auch OB Dr. Frank Mentrup über den neuen Magneten. Dieser revitalisiere nicht nur eine Gewerbebrache, die zuvor bis in die dreißiger Jahre als Mülldeponie gedient hatte, sondern trage auch „mit seiner außergewöhnlichen Fassade positiv zum Stadtbild“ bei. Der Anschluss von IKEA an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke lobte er als „nachhaltigen Schulterschluss zwischen Stadt und Investor“. Den gibt es auch beim Verkehrskonzept und in Sachen ökologischer Entwicklung.

IKEA rechnet damit, dass die hervorragende Anbindung an den ÖPNV als größter Standortbonus und an das regionale Radwegenetz dafür sorgen, dass „mindestens 15 Prozent der Kunden nicht mit dem eigenen Auto kommen“, sagte Ferber. Der Flächenverbrauch auf dem zuvor vollständig versiegelten Grundstück ist gering. IKEA setzt auf ein besonderes Store-Format: Auf 26000 Quadratmetern entsteht in kompakter Bauweise ein mehrgeschossiges Einrichtungshaus mit insgesamt fünf Ebenen. Als weitere Besonderheit finden Kundinnen und Kunden Möbelausstellung und Markthalle mit Töpfen und Teppichen dabei auf einer Ebene. -trö-

 
 

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