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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. September 2018

Kultur: Aliens, Müll und Klimawandel

STARKE BOTSCHAFTEN UND IMPOSANTE MOTIVE verbinden sich in den Kunstwerken, die Kinder und Jugendliche für die regionsweite Kunstaktion „De.mocraZy“ schufen. Foto: MMG

STARKE BOTSCHAFTEN UND IMPOSANTE MOTIVE verbinden sich in den Kunstwerken, die Kinder und Jugendliche für die regionsweite Kunstaktion „De.mocraZy“ schufen. Foto: MMG

 

Bei „De.mocraZy“ haben junge Menschen eindrucksvolle Zukunftswelten erschaffen

Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus? Wie wollen und werden wir leben, und welche Hoffnungen und Ängste sind damit verbunden? Im Rahmen der regionsweiten Kunstaktion „De.mocraZy“ haben sich rund 500 Kinder und Jugendliche in den vergangenen zwei Monaten kreativ mit diesen und ähnlichen Fragen auseinandergesetzt.

Dabei sind mehrere hundert Großplakate entstanden, die noch bis zum 5. Oktober an zentralen Orten in verschiedenen Städten und Gemeinden der Kultur Region Karlsruhe präsentiert werden.

Die gewählten Motive sind vielfältig und individuell gestaltet. Mal stehen einzelne Menschen im Fokus, mal ist es die gesamte Menschheit. Roboter und Außerirdische tauchen immer wieder auf, wirken mal freundlich und mal bedrohlich. Den oft bunten Entwürfen der jüngeren Kinder mit futuristischen Häusern oder einer Kontinentalrutsche stehen düstere Zukunftsvisionen gegenüber, bei denen der Planet durch Umweltverschmutzung und Klimawandel bedroht wird. Vereint sind die Kunstwerke durch eine meist starke und eindeutige Bildsprache.

Bei der zentralen Vernissage am vergangenen Freitag im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) betonte Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein, dass ein wichtiger Aspekt dieser „spannenden Diskussion“ die Erkenntnis sein sollte, dass jeder an der Gestaltung unserer Gesellschaft teilhaben könne. „Wir machen die Zukunft, wir gestalten die Zukunft“, gab er den vielen anwesenden Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Auch Prof. Gerd Hager, Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein, stellte klar, dass Kultur an der Basis beginnen müsse, weshalb Kinder und Jugendliche mit ins Boot geholt worden seien.

Verbunden wurde die Kunstaktion im Übrigen mit einem Wettbewerb, bei dem es für die 20 besten Bilder Sachpreise zu gewinnen gab sowie für die Plätze eins bis drei eine Führung durch das Bundesverfassungsgericht. Eine achtköpfige Jury, bestehend aus Mitgliedern des KinderCouncils der Pädagogischen Hochschule, wählte die Siegerbilder aus. Im Originalformat zu sehen sind sie im Naturschutzzentrum Rappenwört (www.nazka.de). Eine digitale Werkschau findet im Rahmen des Beyond-Festivals vom 3. bis 7. Oktober im ZKM statt.

De.mocraZy bei Instagram

Um einen Überblick über die geballte Vielfalt der beigesteuerten Ideen zu bekommen, sollten sich Interessierte natürlich möglichst viele Kunstwerke ansehen. Da wohl niemand es schafft, sämtliche Standorte zu besuchen, können die mehr als 400 Bilder auch als Beiträge auf der Social-Media-Plattform Instagram angeschaut werden. In der Smartphone-/ Tablet-App finden Nutzer sie per Hashtag #de.mocrazy, im Netz gibt es sie auf instagram.com/de.mocrazy. Weitere Infos zur Aktion auf kulturregion-karlsruhe.de. -gem-

 
 

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