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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. September 2018

Petra Becker: Stadtsyndika geht als Stadtoberhaupt

ABSCHIED: OB Mentrup dankte Petra Becker auch mit Blumen. Foto: MMG

ABSCHIED: OB Mentrup dankte Petra Becker auch mit Blumen. Foto: MMG

 

Am 1. Oktober tritt Petra Becker ihr neues Amt als Oberbürgermeisterin von Stutensee an. In dieser Woche verabschiedete Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die „außerordentlich geschätzte Amtsleiterin, die wir nur mit großem Bedauern gehen lassen“, aus den Diensten der Stadt Karlsruhe.

In denen stand das künftige Stadtoberhaupt der nördlichen Nachbarstadt seit 1993. Zunächst als Juristin im Rechtsreferat, seit 2006 war sie als Stellvertreterin des Stadtsyndikus in Führungsverantwortung beim Zentralen Juristischen Dienst (ZJD). Ab 2014 leitete Becker das Amt mit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunächst kommissarisch, ab 2015 dann auch offiziell als Stadtsyndika.

Bürgerentscheid zur Kombilösung, Ansiedlung von IKEA oder Neubau des Wildparkstadions nannte der OB als Beispiele für „juristisch hoch komplexe Themen“, die der ZJD mit und unter Leitung von Petra Becker „herausragend angegangen“ sei. Mentrup dankte seiner künftigen Amtskollegin vor den zahlreichen Gästen der Feier für die „tolle Zusammenarbeit“, ihre „offene und kritische Art“, für ihre „beispielhafte Loyalität zu Verwaltung und OB“.

Die heute 56-Jährige habe an der Spitze des ZJD das „Prinzip der offenen Tür vorgelebt“, hob Personalrat Lars Kieneck die von der Leiterin entscheidend mitgeprägte Atmosphäre seines Amts hervor. „Teamgeist, Offenheit und gegenseitige Unterstützung“ hätten dabei immer ganz oben gestanden.

Petra Becker bekannte, für Juristen gebe es in Karlsruhe keinen besseren Job als „Kommunaljuristin im Spannungsfeld zwischen Recht und Politik“. Besonders gereizt habe sie immer, dass dabei nicht nur juristische Beratung, „sondern auch die Unterstützung der strategischen Steuerung gefragt war“. Die Stadtsyndika wollte nie davon weg, „musste aber die plötzliche Chance des Moments nutzen“, Oberbürgermeisterin der Gemeinde zu werden, in der sie die ersten 25 Jahre ihres Lebens verbracht hatte. -trö-

 
 

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