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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. September 2018

Planungsausschuss: Licht und Wohnen

Zukunft-Nord und Marktplatz Thema im Planungsausschuss

Zum letzten Mal leitete der scheidende Bürgermeister Michael Obert vergangene Woche die nichtöffentliche Sitzung des Planungsausschusses.

Der setzte sich zunächst mit dem Wohnquartier „Zukunft-Nord“ auseinander. Laut vorgestellter Analyse sei für den Standort Karlsruhe eine positive Entwicklung zu erwarten. Das neue Quartier entlang der Erzbergerstraße könne dabei zur Wirtschaftsentwicklung beitragen und die steigende Wohnungsnachfrage bedienen. Zielgruppen seien Familien, Ein- oder Zwei-Personenhaushalte und ältere Menschen. Von Seiten der Verwaltung wurde nachdrücklich darauf hingewiesen, dass auch preisgünstiger und geförderter Wohnraum zur Verfügung stehen soll.

Dann informierte diese über die weitere Planung. Formulierte Ziele aus der Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen würden weiter begleitet, ein innovatives Abfallkonzept werde geprüft. Umweltbericht sowie verschiedene Gutachten seien erforderlich und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sei für Oktober vorgesehen. Zudem werde ein Gestaltungshandbuch erarbeitet, wobei möglichen Investoren viel Spielraum eingeräumt werden soll.

Im Sinne eines „mobilen Stadtteils" sei ein engmaschiges Netz für den Rad- und Fußverkehr geplant, mit der Tram 3 als Rückgrat des Stadtteils. Kurze Wege über Erschließungs- und beruhigte Straßen sowie Auto-Stellplätze in Tiefgaragen sollen zudem zu einem attraktiven Wohnumfeld beitragen. Nach intensiver Diskussion, insbesondere über die Anzahl zur Verfügung stehender Stellplätze und das Abfallkonzept, stimmte der Ausschuss dem weiteren Vorgehen der Verwaltung gemäß des Mobilitätskonzeptes zu.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das geplante Lichtkonzept für den Marktplatz. Die Ausschussmitglieder stimmten einhellig zu, den Auftrag für die Entwicklung und Bemusterung zweier Varianten von Leuchten sowie einer weiteren Mastvariante zu vergeben. Im Siegerentwurf des Planungswettbewerbs sind neben dem Anstrahlen von Bauwerken wie Pyramide, Stadtkirche und Rathaus relativ hohe Masten am Rande des Platzes vorgesehen, um für die nötige Beleuchtungsqualität zu sorgen. Die historisierenden Schinkelleuchten, welche in der Vergangenheit mehrfach diskutiert wurden, würden durch die geringe Höhe und falsche Strahlrichtung deutlich mehr Standorte benötigen, wodurch das Bespielen der freien, zentralen Fläche des Platzes nicht mehr uneingeschränkt möglich wäre.

Das betonte auch Baudezernent Obert, der zudem darauf verwies, dass der Platz, so wie er gestaltet würde, den ursprünglichen Plänen Friedrich Weinbrenners näher komme als es in den letzten 120 Jahren der Fall gewesen sei. Ferner informierte die Verwaltung über aktuelle und anstehende Bebauungspläne. Mehr als 100 Verfahren seien es insgesamt, 50 davon würden aktiv bearbeitet und über 40 Prozent seien im Bereich Wohnen angesiedelt. Die Projekte erstreckten sich gleichmäßig über Karlsruhe, und etwa 60 Prozent davon initiierte die Stadt selbst. Priorisierungen entstünden durch spezifischen Zeitdruck oder Gleichzeitigkeit. -gem-

 
 

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