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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Aktionstage Spiel(t)räume: Aus Sicht der Kinder

KINDERSPRECHSTUNDE IM HARDTWALD: Viertklässler der Südendschule trugen Bürgermeister Martin Lenz selbstbewusst Wünsche und Ideen vor, die gesundes Aufwachsen fördern. Foto: MMG

KINDERSPRECHSTUNDE IM HARDTWALD: Viertklässler der Südendschule trugen Bürgermeister Martin Lenz selbstbewusst Wünsche und Ideen vor, die gesundes Aufwachsen fördern. Foto: MMG

FLAGGE HISSEN für Unicef aus Anlass des Weltkindertags. Foto: MMG

FLAGGE HISSEN für Unicef aus Anlass des Weltkindertags. Foto: MMG

VIEL FREUDE hatte nicht nur BM Lenz bei der Eröffnung der Ausstellung "Aus Kindersicht" im Rathaus-Foyer. Foto: MMG

VIEL FREUDE hatte nicht nur BM Lenz bei der Eröffnung der Ausstellung "Aus Kindersicht" im Rathaus-Foyer. Foto: MMG

 

Sprechstunde und Ausstellung

Es ist eine Frage der Phantasie. Für Kinder eignet sich vieles als Spielraum, sie beschränken sich nicht auf dafür angelegte Plätze. Eindrucksvoll demonstriert das die Schau „Aus Kindersicht“, die noch bis zum 4. Oktober als eine von vielen Veranstaltungen der Aktionstage „Die Natur des Kindes – Spiel(t)räume in der Stadt“ rund um den Weltkindertag im Foyer des Rathauses am Marktplatz zu sehen ist.

„Wir haben lange überlegt, wie wir drei- bis sechsjährige Kinder beteiligen können“, erklärte Kinderbüro-Leiter Jonas Nees bei der Eröffnung. Herausgekommen sei dieses gemeinsam mit den Kitas Staudingerstraße und Wettersbach umgesetzte „Experiment“, das die Kleinen anleitete, Orte zu fotografieren und zum Leben zu erwecken, die es ihrer eigenen Ansicht nach zu erkunden und zu erobern lohnt.

Was braucht es, um gesund aufwachsen zu können? Auch diese Frage spielte bei den Aktionstagen eine Rolle. Mit ihr hatten sich Viertklässler der Südendschule bei einem Waldprojekt der Mobilen Spielaktion des Stadtjugendausschusses (MOBI) beschäftigt. Ihre Ideen und Wünsche trugen sie Bürgermeister Martin Lenz bei dessen jährlicher Kindersprechstunde vor. Die Runde störte sich an Hundekot auf Spielplätzen ebenso wie an achtlos weggeworfenem Plastikmüll oder Zigarettenkippen.

Und das Angebot an Spielplätzen sei zumeist für Kleinkinder und Jugendliche ausgelegt, nicht aber für ihre Altersgruppe. Für sie brauche es mehr Bewegung, mehr Parcours und „mehr Action“, erklärte Joshua. Belästigung war ein weiteres Thema. Erwachsene, die sie anglotzten und ansprächen. Und dann die teure Freizeit. Sehr viele Angebote kosteten sehr viel, das Europabad zum Beispiel oder der KVV. Statt Geld in den KSC-Stadionbau zu stecken, solle die Schülermonatskarte günstiger werden, schlug Hannes vor.

Auch erhielten Schulen gerade mal zwei Gratis-Fahrscheine pro Klasse und Jahr für Ausflüge. Das sei zu wenig, Fahrten zu pädagogischen Angeboten müssten stärker subventioniert werden, waren sich Lehrerin Corinna Forcher und Ralf Birkner vom MOBI-Team einig. Lenz versprach, die Anliegen der Kinder bei der nächsten Bürgermeisterkonferenz zu besprechen: „Mal sehen, was ihnen einfällt.“ -maf-

 
 

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