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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Artenschutz-Stiftung: Pfade pflegen, Kolibris füttern

Freiwillige Helfer in Ecuador

Das Großprojekt der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe ist im südamerikanischen Ecuador angesiedelt. Dort gibt es jetzt zwei feste freiwillige Helfer: Sarah Stöhr und Ruben Dürr arbeiten ein Jahr im Umweltzentrum Mindo Lindo.

Der Internationale Bund, unterstützt durch die Organisation Weltwärts, ermöglicht diesen Auslandseinsatz. „Unsere ersten Wochen haben wir wunderbar überstanden und uns gut eingelebt. Die Tier- und Pflanzenvielfalt ist beeindruckend“, berichtet Dürr, der zuvor ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Karlsruher Zoopädagogik absolvierte. Angeleitet werden die Freiwilligen vor Ort von Pedro Peñafiel, der mit seiner aus Deutschland stammenden Frau, Biologin Heike Brieschke, das Projekt betreut.

Ecuador ist – bezogen auf seine Fläche – das Land mit der weltweit größten Biodiversität. Es gibt dort etwa 130 Kolibri- und 4000 Orchideenarten. Die Artenschutzstiftung hat beim Ort Mindo am Westhang der Anden 2017 eine 24 Hektar große Fläche erworben. In dem Reservat wird unzerstörter Nebelwald mit großem Reichtum an Tieren und Pflanzen erhalten, frühere Weideflächen werden wiederaufgeforstet. Die umfangreiche, oft körperliche Arbeit von Stöhr und Dürr besteht darin, Lehrpfade zu pflegen, Kolibris zu füttern, Bäume zu pflanzen. Auch das Anlegen einer Wurmzucht zur Unterstützung der Kompostierung gehört dazu.

„Wir sind froh, dass die jungen Menschen sich für unser Projekt begeistern und sich so einbringen“, betont Stiftungsvorstand Dr. Clemens Becker. Auch bei der beteiligten Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur ist die Freude über die Helfer vor Ort groß – und: „Mit diesem Programm gehen Klima- und Artenschutz Hand in Hand.“ Mehr Info auf artenschutzstiftung.de. -red-

 
 

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