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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Bürgermeister Michael Obert in Ruhestand verabschiedet: Lebensaufgabe Politik

RUHESTAND: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete am Mittwoch Bürgermeister Michael Obert. Foto: Fränkle

RUHESTAND: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup verabschiedete am Mittwoch Bürgermeister Michael Obert. Foto: Fränkle

 

Nein, Stadtpolitik ist nicht nur Tragikomödie, wie Bürgermeister Michael Obert einmal konstatierte. Und daran hat der passionierte Schauspieler, leidenschaftliche Karlsruher, profilierte Jurist und Kommunalpolitiker als Bau- und Planungsdezernent ganz entscheidend mitgewirkt.

Und so geriet seine Verabschiedung von der Bürgermeisterbank denn auch zu einem unterhaltsamen Blick auf die „Rollen Oberts“ zum Wohle der Stadt. Obert, für den Kommunalpolitik „keine x-beliebige Rolle, sondern eine Lebensaufgabe“ war, habe „das Stadtbild positiv für Karlsruhe und den Betrachter geprägt“, so OB Dr. Frank Mentrup. Zehn Jahre sei er „mit Scharfsinn und dem ihm eigenen trockenen Humor“ für Bauen, Planen, Immobilienmanagement und Zoo zuständig gewesen.

Für die FDP saß er zuvor über acht Jahre als Vorsitzender im Gemeinderat. “Sie suchten und fanden mit klaren Worten die partnerschaftliche Auseinandersetzung“, so Mentrup: „Stets spürte man Ihre Toleranz und Achtung vor den Mitmenschen.“ Den Beschäftigten immer zugewandt: Mit diesen Worten dankte ihm auch Monika Regner, Leiterin des Bauordnungsamts und zuvor langjährige Büroleiterin von Obert, in Vertretung der „Baurunde“.

Fehlende Flächen, demografischer Wandel, hohe Baukosten oder auch Brandschutz lauteten einige Herausforderungen. Die Fertigstellung von Südstadt-Ost, Weiterentwicklung des Zoos, Kreativpark Alter Schlachthof, Förderung des Radverkehrs oder auch diverse Schulen und Kindergärten finden sich neben vielen weiteren Projekten auf der „Obert-Liste“ - und viele Entscheidungen, die er „mit Sachverstand und Ideenreichtum auf den Weg gebracht habe, werden weit über Ihre Amtszeit nachwirken“, so Mentrup.

Und Obert: Der künftige Ruheständler nutzte seine kurze Ansprache zu einem Plädoyer für den „guten Gemeinderat und die sehr gute Verwaltung“. „Wir sind uns manchmal gar nicht im Klaren darüber, dass wir sehr gut aufgestellt sind.“ Was bleibt für ihn? Stolz sei er unter anderem bei der Neuausrichtung des Zoos mit die Weichen gestellt zu haben. Gleiches gelte für die Volkswohnung, nun wieder mehr mit Fokus Mietwohnungen, und die Fächer GmbH, die „die Stadt voran bringt.“ Und im Jakobus-Theater läuft seit heute die Komödie „Die Kaktusblüte“ – Obert in einer kleinen Nebenrolle. -rie-

 
 

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