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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Gemeinderat: Fokus auf städtische Töchter

Erster Beteiligungsbericht mit TRK GmbH und Eigenbetrieb Wildpark vorgelegt / Ertragslagen und Projekte von KVVH über KASIG und Klinikum bis KMK und VoWo

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bericht zur städtischen Beteiligung an rechtlich selbständigen wirtschaftlichen Unternehmen und Stiftungen für das Geschäftsjahr 2017 zur Kenntnis genommen.

Neben dem strategischen und operativen Beteiligungscontrolling, dem Vertragsmanagement, der Wahrnehmung von Gesellschafterrechten und der Mandatsbetreuung ist der Beteiligungsbericht ein zentraler Baustein des Beteiligungsmanagements. Er stellt eine umfassende Informationsbasis für die Aktivitäten des Konzerns Stadt dar. Hierfür sind die Verflechtungen der Stadt mit den Beteiligungsgesellschaften sowie wesentliche Kenndaten der Stadt im Vergleich dargestellt. Im aktuellen Bericht neu hinzugekommen sind die TechnologieRegion Karlsruhe GmbH sowie der Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark.

Aus den Inhalten: Der Fehlbetrag für das Geschäftsjahr 2017 bei der Holdinggesellschaft KVVH - Karlsruher Versorgungs-Verkehrs- und Hafen GmbH beläuft sich im Berichtsjahr auf insgesamt rund 10,5 Millionen Euro und liegt damit rund 8,7 Millionen Euro über dem Fehlbetrag des Vorjahres. Unter anderem belastete der Ausfall der Dividendenzahlungen aus dem Aktienpaket der EnBW im Berichtsjahr das Ergebnis der KVVH GmbH deutlich. Für das laufende Jahr zeichnet sich eine weitere Ergebnisverschlechterung ab, heißt es im Bericht.

Die Bautätigkeit der KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH war geprägt von den auf der Zielgeraden befindlichen Arbeiten am Rohbau des Stadtbahntunnels. Dessen Inbetriebnahme ist Stand heute für Ende 2020 anvisiert, die Fertigstellung der Straßenbahntrasse Kriegsstraße mit Straßentunnel als zweites großes Teilprojekt der Kombilösung für Ende 2021.

Die kontinuierliche Modernisierung des Wohnungsbestandes der Volkswohnung GmbH führt zu einer nachhaltigen Aufwertung und Attraktivität des Immobilienportfolios und zu stabilen Mietumsätzen. So wird auch für die nächsten beiden Geschäftsjahre eine stabile Ertragslage erwartet. Das operative Ergebnis bei der Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH hat sich von einem Überschuss von rund 2,5 Millionen Euro im Vorjahr auf ein operatives Defizit von rund 3,2 Millionen Euro entwickelt. Die umfangreichen Neubaumaßnahmen verlaufen zurzeit planmäßig sowohl hinsichtlich Kosten als auch Terminen. Im Geschäftsjahr 2018 ist erneut mit einem Defizit in Millionenhöhe zu rechnen.

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) weist für das Geschäftsjahr 2017 zwar einen Jahresfehlbetrag von 11,2 Millionen Euro aus, liegt damit aber deutlich besser als kalkuliert. In ihrer bisherigen Mittelfristplanung erwartete die KMK bis 2022 einen weiteren Rückgang der Fehlbeträge. Wesentliche Planungsprämisse war dabei jedoch die termingerechte Sanierung der Stadthalle bis Ende September 2019. Stand heute ist aber davon auszugehen, dass die Bauarbeiten an der Stadthalle mindestens ein Jahr länger dauern werden. -red-

 
 

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