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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Gemeinderat: Ludwigsbrunnen beendet Bau-Schlaf

KEHRT zurück: Der Ludwigsbrunnen auf dem Marktplatz. Archivfoto: Fränkle

KEHRT zurück: Der Ludwigsbrunnen auf dem Marktplatz. Archivfoto: Fränkle

 

„So nah an Weinbrenner wie seit 120 Jahren nicht mehr“ werde der Marktplatz nach seiner Neugestaltung sein, betonte Baubürgermeister Michael Obert bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Anlass waren Anträge von CDU und KULT, die sich mit der Rückkehr des Ludwigsbrunnens auf den Platz vor dem Rathaus befassten. Hier war er 2013 wegen Kombilösungsarbeiten demontiert worden und ist seither zwischengelagert. Die „ursprünglich historische Gestaltung“ des 1824 eingeweihten Brunnens spielt nun eine zentrale Rolle. Entworfen hatte ihn der klassizistische Architekt und Baumeister Friedrich Weinbrenner. „Als öffentliches Wohnzimmer könnte der Marktplatz wieder in klassizistischem Glanz erstrahlen“, meinte Stadträtin Dr. Rahsan Dogan für die CDU. Dann, wenn nichts mehr den Schienen weichen müsse, gebe es die einmalige Chance, den Platz – und den Brunnen - wieder im ursprünglichen Sinne herzustellen.

Lüppo Cramer (KULT) plädierte vor allem dafür, Fachverbände in die Entscheidung des Wiederaufbaus miteinzubeziehen. Bedenken müsse man auch den Denkmalschutz sowie einen möglichen Schutz durch Poller – die einst vorhanden waren. „Es gibt ja kein historisch richtig“, betonte hingegen Michael Zeh (SPD), denn Geschichte verändere eben auch eine Stadt. Ihm schlossen sich Jürgen Wenzel (FW) und Thomas Hock (FDP) an, Michael Borner (GRÜNE) votierte für eine Einbeziehung der Brunnenbaugesellschaft. Schließlich verwies OB Dr. Frank Mentrup das Anliegen in den Planungsausschuss. -bea-

 
 

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