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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. September 2018

Gospelkirchentag: Stadt klingen gelassen

BEGEISTERTEN zum Festival-Auftakt auf dem Marktplatz mit modernem A-cappella-Gospel: Bee Geesus aus Slowenien. Foto: Knopf

BEGEISTERTEN zum Festival-Auftakt auf dem Marktplatz mit modernem A-cappella-Gospel: Bee Geesus aus Slowenien. Foto: Knopf

 

Interaktiver Gospelkirchentag war stimmgewaltiges Spektakel

Es war ein buntes Spektakel an 25 Orten der Fächerstadt mit viel Soul und christlicher Botschaft – am Wochenende ging der Internationale Gospelkirchentag in Karlsruhe über die Bühne. Rund 5000 Sänger und Sängerinnen aus 15 Nationen machten die stimmgewaltige Veranstaltung zu ihrem Festival.

Mehr als 100 Chöre traten auf, darunter auch der herausragende Star des Genres, Kirk Franklin. Vor allem Mitmachen war aber angesagt bei vielen Workshops, beim interkulturellen „Chor der Nationen“ oder bei den Mass-Choir-Proben mit renommierten Komponisten.

Von zwischenzeitlichem Regen an der Hauptbühne auf dem Marktplatz, wo so auch der Auftakt stattfand, ließen sich die zahlreichen Besucher nicht abschrecken. Oder wie es Eddi Hüneke (früher Wise Guys) formulierte: „Wir singen den Regen einfach weg.“ Schirme waren schnell wieder eingepackt. Vor der offiziellen Eröffnung sorgten die Enaim Gospel Connection mit souligem Pop, der Chor der Nationen und Bee Geesus aus Slowenien für reichlich Applaus.

Vor allem die Vielfalt der Programmpunkte begeisterte bei Europas größtem Gospel-Festival, dessen Gastgeber Karlsruhe nach 2010 schon zum zweiten Mal war: Bläser-Workshop im Albert-Schweitzer-Saal, offenes Gospelsingen in der Christuskirche, Harmony Singing im Landratsamt, Auftritt des Minsk Gospel Choir aus Weißrussland, der stolz fast eine Woche Reisen in Kauf nahm, die große Bühne beim Festivalgottesdienst mit den Soul Teens in der dm-Arena – nur einige Beispiele.

Eröffnet wurde das Festival unter anderem von Landtagspräsidentin Muhterem Aras, dem evangelischen Landesbischof Badens, Jochen Cornelius-Bundschuh, und OB Dr. Frank Mentrup. Aras war von der positiven Atmosphäre sichtlich angetan, berichtete vom Gesang bei Hochzeiten in ihrer kurdischen Heimat. Cornelius-Bundschuh setzte den Fokus auf die Geschichte der Befreiung im Gospel. Rhythmisch beschwingt war auch Mentrup: „Mein herzlicher Dank an alle Aktiven und die vielen Ehrenamtlichen, die unsere Stadt wieder zum Klingen bringen. Diese Großveranstaltung passt hervorragend zu Karlsruhe. Diese emotionale Musik bringt die Menschen auf beste Weise zusammen.“ -voko-

 
 

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